An den Wochenenden soll es an den besonders beliebten Biker-Strecken in der Region Kontrollen geben.
Unfall-PräventionPolizei im Rhein-Sieg-Kreis verstärkt Kontrollen von Bikern

Immer wieder gibt es schwere Unfälle, in die Motorradfahrer verwickelt sind. So musste ein 62-jähriger Motorradfahrer am 1. Mai mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen werden.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
Immer wieder verunglücken Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer im Rhein-Sieg-Kreis und erleiden dabei schwere oder sogar tödliche Verletzungen. Insbesondere in den Gemeinden Windeck, Ruppichteroth und Much befinden sich beliebte Strecken, die auch Bikerinnen und Bikern aus dem Umland kennen.
Die Polizei will im Sommer mit verstärkten Kontrollen die Sicherheit erhöhen. Im Zuständigkeitsgebiet der Polizei Rhein-Sieg – dazu zählt der rechtsrheinische Kreis ohne Königswinter und Bad Honnef – ereigneten sich in den vergangenen fünf Jahren 427 schwere Verkehrsunfälle mit Motorrädern.
Vier Menschen starben im Jahr 2023 bei Motorradunfällen im Rhein-Sieg-Kreis
Im vergangenen April starb in Windeck ein 63-Jähriger, im Juli ein 28-Jähriger in Ruppichteroth. Ende August traf es eine 26-jährige Beifahrerin auf dem Rücksitz, im Oktober prallte ein 28-Jähriger in Much gegen einen Baum und erlitt tödliche Verletzungen. Das sind drei Tote mehr als noch im Jahr 2022. Außerdem wurden 27 statt wie zuvor 22 Kradfahrerinnen und Kradfahrer schwer verletzt.
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In mehr als 60 Prozent der Fälle galten sie als Unfallverursacher. Bei mehr als einem Viertel der Fälle spielte laut Polizei die nicht angepasste Geschwindigkeit eine Rolle, gefolgt von einem nicht ausreichenden Sicherheitsabstand und einem Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit.
An den Wochenenden wird an den besonders beliebten Biker-Strecken kontrolliert
Wenn der Sommer auch mit entsprechendem Wetter beginnt, wird die Polizei Rhein-Sieg in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen des Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreises verstärkt kontrollieren. Dies soll insbesondere an den Wochenenden an den besonders beliebten Biker-Strecken geschehen, so kündigte die Polizei an.
Die Beamtinnen und Beamten werden überwachen, ob die Höchstgeschwindigkeit eingehalten wird, mobile Kontrollstellen einrichten und mit Präventionsarbeit die Motorradfahrenden für mögliche Gefahren sensibilisieren. Ebenso soll der technische Zustand der Fahrzeuge überprüft werden. Jedes Fehlverhalten wird zur Anzeige gebracht. Die Polizei verfolgt das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren und Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu schützen.

