Die Füchse Berlin stehen kurz vor ihrem ersten Titel in der Champions League. In einem rein deutschen Halbfinale in Köln gelang der Sieg gegen den amtierenden Meister SC Magdeburg.
Handball-Krimi in KölnFüchse Berlin bezwingen Magdeburg vor Rekordkulisse

Gisli Thorgeir Kristjansson (M.) beim Spiel der Füchse Berlin gegen den SC Magdeburg.
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Der amtierende Champion ist ausgeschieden, während die Füchse Berlin nun die Chance auf den europäischen Titel haben. Für den SC Magdeburg wiederholt sich damit das Trauma einer Halbfinal-Niederlage, ähnlich wie bereits beim Final4 des deutschen Pokals.
Der Pokalsieger aus der Hauptstadt triumphierte am Samstag (13. Juni 2026) in einem fesselnden Halbfinale mit 40:35 über den nationalen Champion. Obwohl die Füchse die drei vorangegangenen Partien gegen Magdeburg für sich entschieden hatten, gelang ihnen nun im wichtigen Moment ein erneuter Sieg.
Erneute Halbfinal-Enttäuschung für Magdeburg in Köln
Nationaltrainer Alfred Gislason äußerte bereits im Vorfeld gegenüber EXPRESS.de eine Prognose. Er sagte: „Die Mannschaft, die das deutsche Halbfinale gewinnt, wird den Titel holen“. Ob er mit dieser Einschätzung richtig liegt, wird sich am Sonntag (18.00 Uhr) erweisen.
Ein neuer Besucherrekord für das Final4 wurde in Köln mit 20.122 Zuschauern in der Arena aufgestellt. Die Anwesenden sahen ein erstklassiges Aufeinandertreffen von zwei Top-Teams. Letztendlich feierte jedoch die Mannschaft aus Berlin.
Der dreimalige Champion unterlag somit erneut in der Lanxess-Arena, nachdem er bereits vor wenigen Wochen eine unerwartete Niederlage im Semifinale gegen den Bergischen HC hinnehmen musste.
Anfänglich prägten die Defensivformationen das Spiel. Die Partie nahm jedoch ab der 13. Minute an Fahrt auf, als innerhalb von nur 36 Sekunden vier Tore fielen. Damit entwickelte sich das erwartete hochkarätige Spiel um den europäischen Titel. Überwiegend lagen die Füchse in Führung. Der Torhüter von Magdeburg, Sergey Hernandez, fand nicht ins Spiel und wurde frühzeitig ausgewechselt.
Bei den Berlinern war es Welthandballer Mathias Gidsel, der das Spiel lenkte und für einen Halbzeitstand von 19:17 für den Pokalsieger gegen den amtierenden Champion sorgte. In Spielminute 33 konnten die Füchse beim Stand von 23:19 erstmalig einen Vorsprung von vier Toren erzielen, die Partie blieb jedoch weiterhin eng und hart umkämpft.
Auch der Berliner Torhüter Dejan Milosavljev konnte sich zunächst nicht auszeichnen. Dies nutzten die Magdeburger, um in Spielminute 44 zum 29:29 auszugleichen. Die Spannung stieg weiter an. Matthias Musche gelang es in Spielminute 48, den Titelverteidiger mit 32:31 in Front zu bringen – die erste Führung seit dem Spielstand von 3:2 in der Anfangsphase.
Die Berliner konterten jedoch und wendeten das Blatt erneut. Nun bewies auch Torwart Milosavljev seine Stärke und trug dazu bei, dass sein Team auf 38:34 davonziehen konnte.
Das zweite Semifinale bestreitet am Abend um 18.00 Uhr der deutsche Nationalspieler Juri Knorr mit seinem dänischen Verein Aalborg Handbold gegen den FC Barcelona, den Rekordgewinner der Champions League.
Für drei Tage wird Köln wieder zum Zentrum des internationalen Handballs. Die Eröffnungsfeier am Freitagabend vor der Lanxess-Arena war von schlechtem Wetter geprägt. Trotz wiederholter starker Regenfälle kamen etwa 5000 Anhänger zu der Veranstaltung.
Final4: Vertrag mit der Lanxess-Arena läuft noch bis 2029
Das rege Geschehen setzte sich am Samstag fort. In der ganzen Stadt wurden Fotospots eingerichtet, beispielsweise am Dom, der Hohenzollernbrücke und am Bahnhof in Deutz, wo Gelegenheiten für Selfies bestanden. Der Sonntag verspricht in der „Kathedrale des Handballs“ weitere Höhepunkte.
EHF-Präsident Michael Wiederer erklärte: „Seit 2010 bieten die Stadt Köln und die Lanxess-Arena die perfekte Umgebung und beste Bedingungen für das Final4 der Männer“. Der bestehende Vertrag hat eine Laufzeit bis 2029. In Deutz wird erneut eine gelungene Kombination aus Unterhaltung, Vergnügen und hochklassigem Sport präsentiert.
Auch die Eröffnungszeremonie, bei der unter anderem der Kölner Musiker Nico Gomez auftrat, setzte neue Standards. Pyrotechnik, leuchtende Armbänder für die Zuschauer und ein großer Chor sorgten zu dem Lied „Let me entertain you“ von Robbie Williams für eine ausgelassene Stimmung. (red)
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