Die Kölner Haie haben sich mit dem Ende ihrer Rekordserie von 16 Siegen und als Tabellenführer in die vierwöchige Olympiapause verabschiedet. Sorgen bereitet Stürmer Maxi Kammerer.
Sieg-Serie beim KECDer nächste Rekord wartet schon auf die Kölner Haie

Wertschätzung und Aufforderung: Die Haie-Fans hoffen nach der Olympiapause auf eine neue Serie.
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So eine Rekord-Siegesserie ist ziemlich anstrengend und kann letztlich auch bis zur Erschöpfung führen. Körperlich wie mental. 16 Mal haben die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) seit dem 1:2 am 10. Dezember 2025 gegen RB München hintereinander gewonnen, dabei 47 Punkte eingesammelt, die Tabellenführung zementiert und die Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale klargemacht.
Der achtfache deutsche Meister konnte es also verschmerzen, dass der Erfolgsfaden am Dienstag beim 1:4 gegen die Löwen Frankfurt im letzten Spiel vor der vierwöchigen Olympiapause riss. Die zweite Hauptrundenniederlage gegen die Hessen war das erste Spiel nach 26 Partien, in dem es keinen Punkt für den KEC gab. „Wir waren mental müde und waren von Anfang an nicht da“, analysierte Haie-Stürmer Frederik Storm.
Anspannung fällt nach dem 5:2 gegen Nürnberg ab
Die Haie hatten sich erst am Sonntag mit dem 5:2 im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers einen Eintrag in die DEL-Geschichtsbücher gesichert. Noch nie zuvor konnte ein Club 16 Mal hintereinander gewinnen. Die Anspannung und Konzentration, die für eine solch außergewöhnliche Leistung vonnöten ist, muss nach dem Sieg gegen Nürnberg abgefallen sein. Es ist auch nicht abwegig zu vermuten, dass die Kölner Kufencracks ihren Rekord gebührend gefeiert haben. Immerhin steckt sehr viel Arbeit und Entbehrung in einer solchen Serie.
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„Wir haben in beiden Drittelpausen versucht, das Feuer in unserem Spiel zu finden, was uns jedoch nicht gelungen ist“, kommentierte Chefcoach Kari Jalonen die zehnte Saisonniederlage und warb um Verständnis: „Die Reaktion der Jungs ist verständlich. Wir haben am Sonntag einen DEL-Rekord aufstellen können, hatten aber wenig Zeit, uns auf das Spiel gegen Frankfurt vorzubereiten.“
Wir freuen uns nach intensiven Wochen auf eine verdiente Pause.
Der Tabellenvorletzte ergriff seine Chance, spielte körperlich und drehte im letzten Drittel den 0:1-Rückstand durch Gregor MacLeod (33.) mit Treffern von Tommy Pasanen (42.) und Nathan Burns (54.). Als Jalonen seinen Goalie Janne Juvonen bei eigener Überzahl vom Eis nahm, trafen Matthew Wedman und Pasanen (60.) noch zweimal ins leere Kölner Tor. „Sieg und Niederlage gehören zum Spiel. Wichtig ist, was wir aus der Niederlage lernen“, sagte Jalonen.
Das Ende der Serie könnte dem 65-Jährigen sogar ins Konzept passen, denn das 1:4 vom Dienstag schärft die Kölner Sinne für die ausstehenden acht Hauptrundenspiele und beweist einmal mehr, dass 90 Prozent Leistung nicht ausreichen, um ein DEL-Spiel gewinnen zu können. „Wir freuen uns nach intensiven Wochen auf eine verdiente Pause“, erklärte der Haie-Trainer.
Die Verletzung von Maximilian Kammerer passte am Dienstag allerdings nicht ins Konzept. Der erfahrene Stürmer knallte ausgerechnet in seinem 500. DEL-Spiel nach einem harten Check von Frankfurts Daniel Pfaffengut mit der Schulter in die Bande und musste die Partie vorzeitig beenden. Wie lange der 29-Jährige ausfallen wird, steht bislang nicht fest.
Nächstes Spiel am 25. Februar gegen Dresden
Während Storm, Patrick Russell (beide Dänemark), Moritz Müller und Parker Tuomie (Deutschland) beim Olympischen Eishockeyturnier in Mailand dabei sind, bestreitet der Rest der Mannschaft über die Karnevalstage Mitte Februar das Turnier um den „Hockeytown-Cup“ im tschechischen Pardubice. In der DEL geht es am Mittwoch, 25. Februar, 19.30 Uhr, mit dem Heimspiel gegen Dresden weiter.
Das Heimspiel gegen den Tabellenletzten dürfte genauso mit 18.600 Zuschauern ausverkauft sein, wie die restlichen Hauptrundenspiele gegen Ingolstadt (27.2.), Augsburg (4.3.) und Meister Eisbären Berlin (8.3.). Die Lanxess-Arena wäre dann zehnmal hintereinander ausverkauft und 15-mal insgesamt in der Hauptrunde. Das bedeutet, dass die Haie in dieser Saison ihren europäischen Zuschauerrekord erneut brechen und dabei die Marke von 18000 Zuschauern pro Spiel knacken werden. Der Schnitt könnte nach 26 Hauptrunden-Heimspielen bei 18.111 Eishockey-Fans liegen.
