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Neunter Sieg in FolgeJuvonen hält beeindruckende Serie der Haie fest

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Haie-Torwart Janne Juvonen zeigte eine bravouröse Leistung.

Die Kölner Haie ziehen an der Tabellenspitze der Deutschen Eishockey Liga weiter einsam ihre Krise. Mit dem 3:1 in Augsburg gelang dem KEC der 18. Sieg aus den vergangenen 19 Spielen.

Nach der Schlusssirene fuhren die Spieler der Kölner Haie geschlossen auf Torwart Janne Juvonen zu und gratulierten ihrer Nummer eins zu einer bravourösen Vorstellung. Dank toller Paraden des Finnen sicherte sich der Tabellenführer am Sonntag einen 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)-Erfolg in Augsburg und bleibt damit das Maß aller Dinge in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Für die Mannschaft von Trainer Kari Jalonen war es der 18. Sieg aus den jüngsten 19 Spielen. „Momentan haben wir einen wirklich guten Lauf. Am Anfang sind wir wegen des Gegentores schwer reingekommen und haben später unsere Chancen gut genutzt. Danach haben wir verdient gewonnen“, erklärte Jan Luca Sennhenn nach dem zwölften Sieg in Folge. Der Abwehrspieler fügte mit einem Lächeln hinzu: „Im Moment kann uns keiner stoppen.“

Das zeigte sich auch vor 6179 Besuchern im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion. Denn auch im dritten Spiel in Folge drehte der Vizemeister einen Rückstand und holte sich am Ende den Sieg. Auf der letzten Station ihrer Bayern-Tour mussten die Gäste ohne ihre beiden Olympiafahrer Moritz Müller und Parker Tuomie auskommen, die aufgrund von kleineren Verletzungen geschont wurden. So rückte Youngster Marco Münzenberger mal wieder in den Kader des KEC.

Im Moment kann uns keiner stoppen.
Jan Luca Sennhenn, Verteidiger Kölner Haie

Von Beginn an entwickelte sich eine Begegnung mit vielen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Sowohl Juvonen als auch sein Gegenüber Michael Garteig konnten sich auszeichnen. Moritz Elias hatte die größte Chance für die Gastgeber, scheiterte aber frei stehend am finnischen Schlussmann. So war die Führung des AEV in der zehnten Minute nicht unverdient. Christian Hanke gelang das 1:0. Der Stürmer profitierte davon, dass Veli-Matti Vittasmäki seinen Schuss unhaltbar abfälschte. Für die Haie war der Rückstand eine Art Initialzündung, noch mehr Druck auf das Augsburger Tor auszuüben. Mit Erfolg: Maximilian Kammerer markierte mit einem präzisen Schuss unter die Latte den Ausgleich (18.). Es war bereits das neunte Tor des Kölner Angreifers in den vergangenen acht Spielen.

Nach der Pause hielten die Haie den Druck hoch, Kammerer per Alleingang sowie Dominik Bokk verpassten jedoch die Führung des Tabellenführers. Augsburg war dagegen im Powerplay gefährlich, Ex-Hai Jason Bast traf aus kurzer Distanz aber nur den Pfosten. Wie es mit einem Spieler mehr erfolgreicher geht, bewies dann die Mannschaft von Kari Jalonen. Über Valtteri Kemiläinen und Louis-Marc Aubry kam der Puck vor dem Panther-Gehäuse zu Patrick Russell, der die Scheibe zum 2:1 unterbrachte (35.). „Ich habe es erst gar nicht gesehen, aber Tanner Kero hat direkt gesagt, dass der Puck über der Linie war“, erklärte der Torschütze. „Wir hatten ein gutes zweites Drittel und viele gute Möglichkeiten. Aber wir dürfen nicht ins offene Messer laufen, sondern müssen die Augsburger Chancen minimieren“, forderte Russell.

Die Panther gaben sich nicht geschlagen und hatten viele Gelegenheiten auf den Ausgleich. Aber Juvonen rettete sein Team mehrfach vor dem zweiten Gegentreffer; dazu hatte Alexandre Grenier Pech, dass er gegen seine ehemaligen Kollegen nur die Latte traf. Kurz vor Schluss machte Kero alles klar (59.). So nahmen die effizienten Kölner auch im sechten Auswärtsspiel in Serie drei Punkte mit nach Hause.

Kölner Haie: Juvonen; Austin, Kaski; Kemiläinen, Sennhenn; Vittasmäki, Glötzl; Marco Münzenberger; Russell, MacLeod, Kero; Storm, Aubry, Bokk; Kammerer, Tyrväinen, Niedenz; Uher, MacInnis, van Calster. – SR.: Rohatsch/Hinterdobler. – Zuschauer: 6179. – Tore: 1:0 Hanke (9:21/Morales, Wohlgemuth), 1:1 Kammerer (18:00/Kemiläinen), 1:2 Russell (34:59/ Kemiläinen, Aubry/PP1), 1:3 Kero (58:48/Vittasmäki). – Strafminuten: Augsburg 6; Köln 6.