Abo

Handball-Bundesliga
VfL Gummersbach verliert auswärts gegen die HSG Wetzlar

Lesezeit 4 Minuten
Gummersbachs Handballer Ole Pregler bei einem Wurf auf das Tor.

VfL-Spieler Ole Pregler erzielte in der Auswärtspartie gegen Wetzlar drei Tore für Gummersbach.

Nach der Niederlage gegen Wetzlar steht der VfL Gummersbach in der Handball-Bundesliga weiterhin auf Tabellenplatz sechs.

Als Milos Vujovic in der 43. Minute und nach einem Vier-Tore-Lauf des VfL Gummersbach gegen Wetzlar zum 21:21 traf, wurde es noch einmal richtig spannend in der Buderus Arena in Wetzlar und alles schien wieder möglich zu sein. Doch die Gummersbacher Handballer schafften es nicht, ihre Stärke zu Beginn der zweiten Halbzeit der Bundesliga-Partie beizubehalten und zu nutzen. Am Ende musste sich der VfL   gegen die Gastgeber geschlagen geben, für die ein 33:31 (17:13)-Sieg auf der Uhr stand.

Dabei waren die Gummersbacher   dynamisch in die Partie vor 3705 Zuschauern gestartet. VfL-Torhüter Daniel Rebmann zeigte gleich in den ersten Spielminuten Paraden und auch die Abwehr des VfL stand zunächst sicher. Giorgi Tskhovrebadze und Ole Pregler sorgten mit zwei schnellen Toren für die Führung des VfL. Noch in derselben Minute hatten die Wetzlarer allerdings auf 2:2 (4.) ausgeglichen, zwei Minuten später gingen die Gastgeber nach einem Treffer von Lenny Rubin zum 4:3 (6.) erstmals in Führung. Diese Führung gab Wetzlar in der gesamten ersten Halbzeit nicht mehr aus der Hand.

Gummersbacher Handballer scheitern mehrfach vor dem Tor der Wetzlarer

Die Gummersbacher erlaubten sich vermehrt Fehler und scheiterten vor dem Tor der Gastgeber immer wieder am starken Wetzlarer Torhüter Till Klimpke, der in der Partie gegen die Oberberger für sein 200. Jubiläumsspiel zwischen den Pfosten stand. „Wir haben Wetzlar zu einfachen Toren kommen lassen und sind erst gar nicht in unser Tempospiel gekommen“, meinte Ole Pregler und nannte fehlende Aggressivität in der Abwehr der Gummersbacher als Grund. Zudem nutzte der VfL vorne sichere Torchancen nicht.

Alles zum Thema Julian Köster

Es war schließlich Tom Kiesler, der mit seinem Treffer zum 7:5 (13.) den zwischenzeitlich torlosen sechs Minuten des VfL ein Ende setzte. Milos Vujovic sorgte mit einem Siebenmeter-Tor für das 7:6 (16.) und die Gummersbacher kamen wieder ran. Sie schafften es jedoch nicht, auszugleichen. Stattdessen zogen die Gastgeber erneut davon und gingen mit 17:13 und einem Vier-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause.

VfL Gummersbach startet Aufholjagd in der zweiten Halbzeit

In die zweite Hälfte starteten die Gummersbacher wesentlich besser. Wetzlar   verwarf im Angriff gleich zwei Bälle hintereinander und der VfL nutzte seine Chancen. Durch schnelle Tore von Miro Schluroff und Milos Vujovic, holten die Oberberger auf. Im Gummersbacher Tor hielt Tibor Ivanisevic mit Paraden seiner Mannschaft den Rücken frei, ehe es zum Vier-Tore-Lauf zum Unentschieden kam.

Gummersbach gelang es jedoch nicht, die Partie zu drehen. Immer wieder erlaubte sich das Team von VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson Fehler, darunter nicht genutzte Chancen vor dem Tor sowie Fehlpässe. Dennoch blieb die Partie bis zum Schluss eng. Als Ole Pregler in der 56. Minute zum 30:29 traf, war das Spiel noch völlig offen.

Julian Köster sorgte wenige Sekunden vor Abpfiff für den knappen Spielstand 32:31 (60.). Doch als Ellidi Vidarsson, nachdem er einen Wetzlarer Spieler unglücklich im Gesicht getroffen hatte, mit einer Zwei-Minuten-Strafe vom Feld geschickt wurde, und die Gummersbacher in Unterzahl auf der Platte standen, war es schließlich Lenny Rubin, der mit seinem achten Treffer für Wetzlar den Sieg der Gastgeber in Stein meißelte.

„Die emotionale Leistung meines Teams hat am Ende den Unterschied gemacht“, lobte Wetzlars Trainer Frank Carstens seine Mannschaft. Julian Köster war dagegen enttäuscht: „Wir haben in der Abwehr nicht die starke Leistung der letzten beiden Spiele gezeigt. Am Ende ist es eine Kopfsache, wenn man über weite Strecken einem Rückstand hinterherläuft. Aber wir hatten durch das Unentschieden die Chance, die Partie zu drehen“, so der VfL-Kapitän.

Die nächste Partie in der Bundesliga steht für die Gummersbacher Handballer bereits am Samstagabend an. Dann empfängt der VfL die SG Flensburg-Handewitt in der heimischen Schwalbe-Arena. Anpfiff ist um 20.30 Uhr.

Tore Gummersbach: Vujovic (11/7), Köster (4), Blohme (2), Schluroff (3), Tskhovrebadze (4), Mappes (1), Pregler (3), Horzen (1), Kiesler (1).

Tore Wetzlar: Ejlersen (1), Vranjes (5), Fredriksen (3), Wagner (1), Mellegard (3), Zelenovic (2), Rubin (8), Novak (6/3), Cavor (4).