Handball-BundesligaVfL Gummersbach vor schwerer Aufgabe in Leipzig

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Zu sehen ist eine Spielszene aus einem Handballspiel der Männer.

Unentschieden trennten sich Gummersbach und Leipzig im Hinspiel in der ausverkauften Schwalbe-Arena.

Am Donnerstagabend muss das Sigurdsson-Team beim Tabellensechsten aus Sachsen ran.

Nach Berlin und Magdeburg geht es für den VfL Gummersbach zum dritten Auswärtsspiel in Folge und zwar nach Leipzig. Beim Tabellensechsten treten die VfL-Handballer am heutigen Donnerstag, 16.05 Uhr, zum Nachholspiel an. Leipzig ist die Mannschaft der Stunde, auch wenn das Team am Sonntag beim HC Erlangen mit 32:36 (17:19) die erste Niederlage des Jahres hinnehmen musste.

Was noch schwerer wiegt ist aber die Verletzung des rechten Rückraumspielers Viggo Kristjansson. Er zog sich gegen Erlangen einen Adduktorenabriss im rechten Oberschenkel zu und fällt bis zum Saisonende aus. Mit ihm und Trainer Runar Sigtryggsson wird der Aufschwung der Leipziger verbunden. Der isländische Trainer war im November gekommen, als die Leipziger mit 4:16- Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz standen, sein Landsmann Kristjansson steht mit 135 Treffern auf Platz drei der besten Werfer der Liga.

Früherer Gummersbacher heute Leistungsträger in Leipzig

„Er ist sicher ein sehr, sehr wichtiger Spieler“, sagt VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson. Doch die Erfolge der Leipziger, die Siege gegen die Rhein-Neckar Löwen (37:29), in Kiel (34:31) und gegen Magdeburg (33:32) möchte er nicht nur an Kristjansson festmachen. Leipzig beschreibt er als kämpferische Mannschaft mit einer guten Abwehr, die sehr gut zusammenspiele.

Er ziehe den Hut davor, wie die Mannschaft nach schwachem Saisonstart die Kurve bekommen habe. Als weiteren Leistungsträger nennt der VfL-Trainer den ehemaligen Gummersbacher Simon Ernst, der mit Kreisläufer Moritz Preuss Ende 2022 noch einen Ex-Gummersbacher zur Seite bekommen hat. Überhaupt, so Sigurdsson, sei der Kreis stark besetzt.

Wie die Gastgeber haben auch die Gummersbacher am letzten Spieltag verloren, der VfL war bei der 29:41-Niederlage in Magdeburg chancenlos. Da war es sicher ein kleines Trostpflaster, dass die Mannschaft einen Tag später als Team des Jahres 2022 bei der Sportlerwahl von OVZ, Bergischer Landeszeitung und Oberbergischer Anzeiger bejubelt wurde.

Ehrung als Trostpflaster Dazu kam, dass Kapitän Julian Köster zum Sportler des Jahres 2022 gewählt wurde. „Ich bin sehr stolz darauf, wenn man sieht, wie viele erfolgreiche Sportarten es in Oberberg gibt und den Fans sehr dankbar, dass sie uns auf Platz eins gewählt haben“, sagte der VfL-Trainer zu den beiden Titeln.

Niederlage gegen Magdeburg offenbarte Gummersbacher Schwächen 

Die Niederlage in Magdeburg ist „unsere Realität“ gegen die besten Mannschaften, sagt der VfL-Trainer. „Sie werden bis zum Saisonende wohl nur Punkte gegeneinander abgeben.“ Natürlich sei er sauer und enttäuscht gewesen, so Sigurdsson. Eine solche Niederlage zeigte seinen Spielern aber auch, wie hart sie noch arbeiten müssten, um auf die Stufe mit den Besten zu kommen. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist in Magdeburg zu spielen“, dennoch dürfe man den Kopf nicht hängen lassen.

Fehlen wird gegen Leipzig auf jeden Fall weiterhin Nemanja Zelenovic. Ein Fragezeichen steht hinter Mathis Häseler, der sich am Dienstag krank beim Training abmeldete.

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