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„Wirklichkeitsverweigerung, next level“Luisa Neubauer prangert CDU-Vorschlag einer „Klimaautobahn“ an

Lesezeit 2 Minuten
Luisa Neubauer, hier während einer Podiumsdiskussion von Fridays for Future unter dem Motto „#BerlinWillKlima“ setzt sich für ein klimaneutrales Berlin bis ein.

Luisa Neubauer, hier während einer Podiumsdiskussion von Fridays for Future unter dem Motto „#BerlinWillKlima“ setzt sich für ein klimaneutrales Berlin bis ein.

Die CDU will eine Autobahn ausbauen und spricht in ihrem Vorschlag von einer „Klimaautobahn“. Luisa Neubauer kann da nur mit dem Kopf schütteln.

Die Berliner CDU hat ihr Konzept für den geplanten Weiterbau der A100 bis zur Storkower Straße veröffentlicht. Die Autobahn soll demnach deutlich länger als bislang geplant unterirdisch verlaufen. Die CDU labelt ihre Vision, die weitreichende Anpassungen der bestehenden Pläne und deutlich höhere Kosten zur Folge hätte als „Klimaautobahn“.

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Das bringt Deutschlands bekannteste Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf den Plan. Sie kritisiert nicht nur das Konzept der CDU, sondern hält auch die Bezeichnung des Projekts für irreführend.

Luisa Neubauer kritisiert Projekt einer „Klimaautobahn“ von der CDU

„Nichts erklärt die Klimapolitik der CDU besser, als die Tatsache, dass sie klimaschädliche & kategorisch unökologische Autobahnprojekte unironisch in ‚Klimaautobahnen‘ umbenannt haben“, schrieb Neubauer am Dienstag auf Twitter. Ihrer Meinung nach sei das „Wirklichkeitsverweigerung, next level“.

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Die geplante Autobahnerweiterung ist eines der am heißesten diskutierten Themen im Berliner Wahlkampf vor der anstehenden Wiederholungswahl am 12. Februar. Der Berliner Senat hatte das Projekt bislang abgelehnt, nach den Neuwahlen könnte jedoch noch einmal Schwung in die Sache kommen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) möchte den Ausbau auch vorantreiben.

Nicht nur Luisa Neubauer lehnt CDU-Vorschlag einer „Klimaautobahn“ ab

Nicht nur Luisa Neubauer, die Berlin zur „Klimahauptstadt“ machen möchte, auch die Grünen lehnen den Ausbau entschieden ab. Man lehne jeden „Millimeter“ des Baus ab, sagte Grünen-Landespolitikerin Antje Kapek.

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Die CDU möchte das Vorhaben den eigenen Angaben nach möglichst klimafreundlich umsetzen, über dem Tunnel sollen Grünflächen und Erholungsraum entstehen. In ihrem Positionspapier fordert die Berliner CDU „die Schaffung und Aufwertung innerstädtischen Grüns durch Ausgleichsflächen im Rahmen des Autobahnbaus, die zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen werden“, heißt es.

Kai Wegner will A100 „zu einer echten Klimaautobahn zu entwickeln“

„Statt wie die Grünen bei Infrastrukturprojekten immer nur auf der Bremse zu stehen, muss jetzt die Chance genutzt werden, die A100 zu einer echten Klimaautobahn zu entwickeln“, sagt Kai Wegner, Landesvorsitzender der Berliner CDU.

Kritiker sehen das Projekt aufgrund seiner Komplexität und enormer Kosten für schwer realisierbar. Das Konzept, eine Autobahn durch eine Stadt führen zu müssen, ist nicht nur aus ökologischen Gründen heftig umstritten. Die Widerstände sind bei Anwohnern, durch deren Kiez die Autobahn verlaufen würde, in den vergangenen Jahren stark angestiegen. (pst)

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