Bei starkem Wind ist am Sonntag ein Schiff mit Migranten in der Ägäis verunglückt. Dabei sind fünf Menschen ertrunken.
Unglück im MittelmeerFünf Migranten bei Schiffsuntergang in der Ägäis ertrunken

Immer wieder sterben Menschen bei dem Versuch, nach Europa überzusetzen. (Symbolbild)
Copyright: dpa
Beim Untergang eines Bootes mit Migranten an Bord sind am Sonntag in der Ägäis eine Frau und vier Kinder ums Leben gekommen. Wie die Behörden am Montag weiter mitteilten, konnten 36 Menschen aus dem Wasser gerettet werden oder mit eigenen Kräften die Küste der griechischen Insel Leros erreichen.
Die meisten Menschen kommen demnach aus afrikanischen Staaten. Sie gaben an, dass sie von der türkischen Ägäisküste gestartet waren. In der Region herrschten zum Zeitpunkt des Unglücks Winde der Stärke sechs bis sieben, wie es weiter hieß.
Immer wieder versuchen Migranten, von der türkischen Westküste und aus Ländern im Nahen Osten nach Griechenland oder sogar direkt nach Süditalien zu gelangen. Die Boote sind meist heillos überfüllt und in schlechtem Zustand. So kommt es immer wieder zu schweren Unglücken.
Alles zum Thema Europäische Union
- Nord-Stream-Anschlag Straftat, Verstoß gegen das Völkerrecht – oder legitime Militäraktion?
- EU-Urteil Alkoholfreies Getränk darf nicht als Gin verkauft werden
- Poker im Kanzleramt Ist das angestrebte Aus für Verbrenner verfrüht?
- EU-Einigung Weniger Bürokratie und Kontrollen für Landwirte
- Oliver Zander „Bei den Sozialreformen ist die SPD ganz klar der Bremsklotz“
- Rundschau-Debatte Geht es bei Merz um Wirtschaft statt Klimaschutz?
- Gänsebarometer Lust auf Gänsebraten? Tipps für den Kauf
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) sind im vergangenen Jahr 326 Menschen beim Versuch, aus der Türkei oder anderen Ländern des östlichen Mittelmeers nach Europa überzusetzen, ertrunken oder sie werden vermisst.
Zahl der Opfer im Mittelmeer fast verdreifacht
Damit hat sich die Zahl der Opfer im Vergleich zu 2021 fast verdreifacht, wie aus einer UNHCR-Statistik hervorgeht. 2021 kamen demnach 115 Menschen ums Leben gekommen oder werden vermisst. (dpa)
