Das abgelaufene Jahr war kein leichtes für die deutschen Flughäfen. Airlines beklagen hohe Gebühren und verlagern Flüge ins europäische Ausland. Dennoch konnte Köln/Bonn wachsen.
LuftverkehrFlughafen Köln/Bonn zählt 10,1 Millionen Passagiere

„Köln Bonn Airport - Konrad Adenauer" steht an der Fassade des Flughafens.
Copyright: Sascha Thelen/dpa
Der Flughafen konnte im abgelaufenen Jahr 10,1 Millionen Fluggäste begrüßen. Das ist ein leichtes Plus im Vergleich zu 2024, als 10,01 Millionen Passagiere in der Wahner Heide gestartet oder gelandet sind. „Die Menschen reisen gern, und der Wunsch nach Mobilität, Urlaub und persönlichen Begegnungen ist fest in ihrem Alltag verankert“, sagt Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.
Die Steigerung der Passagierzahlen wertet er als Erfolg. Angepeilt hatte er ursprünglich 10,6 Millionen Fluggäste. Dass diese Zahl nicht erreicht wurde, liegt etwa daran, dass der irische Billigflieger Ryanair sich nicht nur heftig über im internationalen Vergleich hohe Gebühren und Abgaben an deutschen Airports beklagt hatte. Er hat auch Flüge aus Köln/Bonn verlagert. Und damit stand er nicht allein. „Diese Kosten haben dazu geführt, dass Airlines ihr geplantes Programm nicht vollständig umgesetzt und Flugzeuge an wettbewerbsfähigeren Standorten in Europa eingesetzt haben“, so Schmid.
Trend in Köln/Bonn zeigt nach oben
Schmid betont allerdings den positiven Trend der vergangenen Jahre. 2023 zählte er etwa noch 9,8 Millionen Fluggäste. Im Vor-Corona-Jahr 2019 nutzten aber noch 12,37 Millionen Passagiere den Airport, 2018 waren es sogar 12,96 Millionen. Während sich die Flüge zu europäischen und außereuropäischen Zielen zuletzt erhöht haben, sank die Zahl der innerdeutschen Flüge.
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Zu den beliebtesten Reiseländern ab Köln/Bonn zählten im abgelaufenen Jahr unter anderem die Türkei und Spanien. Besonders stark nachgefragt waren Ziele wie Antalya, Palma de Mallorca, Istanbul und London.
Frachtgeschäft auf hohem Niveau
Im Frachtgeschäft konnte der Flughafen nach eigenen Angaben seine Stellung als eines der wichtigsten Luftfrachtdrehkreuze in Deutschland und Europa auch 2025 behaupten. Insgesamt wurden 840.000 (2024: 845.000) Tonnen Fracht umgeschlagen. „Das Ergebnis im Frachtbereich zeigt ebenfalls, dass wir auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen leistungsstark sind.“
