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Fine Dining am Kölner RheinuferRestaurant Fux setzt auf regionale Küche mit mediterranem Touch

3 min
Bernhard Heiming und Nurdin Argat im Fux.

Bernhard Heiming und Nurdin Argat im Fux.

Quereinsteiger Bernhard Heiming betreibt in der Nähe der Zoobrücke das Restaurant „Fux“.

Eigentlich gehört es nicht zum Jobprofil eines Ingenieurs, ein Restaurant zu führen. Eigentlich. Denn für Bernhard Heiming gilt diese Regel nicht. Gemeinsam mit seinem Neffen betreibt er ein Planungsbüro in Riehl mit knapp 120 Mitarbeitenden – und daneben das Restaurant „Fux“, einen Steinwurf von der Zoobrücke entfernt und direkt am Rhein. „Ich habe schon immer, eher aus Spaß, gesagt: ‚Mensch, das können wir doch auch‘ oder ‚Das würde ich ganz gerne mal machen“, sagt Heiming zu seiner Entscheidung, Gastronom zu werden. Als sich dann Anfang 2025 die Chance auftat, in die Räumlichkeiten des ehemaligen „Richters“ in Riehl zu ziehen, ergriffen die Heimings diese.

Der Name ist kein Marketing-Gag, sondern eine lokale Referenz. Benannt ist das Restaurant nach den Füchsen, die im angrenzenden Skulpturenpark wohnen.

Geöffnet ist das „Fux“ seit Juni. Gerade der Anfang lief etwas holprig, erzählt Quereinsteiger Heiming: „Gastronomie ist schwieriger, als ich gedacht habe.“ Die größten Herausforderungen: Personal finden, sichtbar werden sowie die Abläufe in und ums Restaurant. „Wir kommen nicht aus der Gastronomie, haben uns aber jetzt die richtigen Leute dazu geholt“. Einer von ihnen ist Betriebsleiter Nurdin Argat, der in der Kölner Gastroszene bekannt ist und vor allem in der Südstadt tätig war. „Das ganze Projekt finde ich spannend, es hat einfach gepasst“, sagt Argat.

Fine Dining mit frischen Zutaten und ohne viel Schnickschnack – so lässt sich das kulinarische Konzept am ehesten auf den Punkt bringen. „Regionale und saisonale Küche mit mediterranem Einfluss“, beschreibt Heiming die Karte. Wichtig sei ihm, dass man keine Convenience-Produkte nutzt und dem Gast keine überdimensionierte Karte vorlegt. Fisch-, Fleisch- und Pastagerichte finden sich auf dem Menü, das je nach Jahreszeit angepasst wird. Mittags gibt es auch mal Burger oder Currywurst, abends gehen die geschmorten Ochsenbäckchen besonders oft über den Tresen. Ein Augenmerk liegt für Heiming und Argat auf der Preisgestaltung: „Wir machen gutes Essen auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig wollen wir niemanden vergraulen, nur weil er nicht so viel Geld hat.“ Sterne-Ambitionen hat das „Fux“ keine. Jeden Sonntag bietet das Restaurant ab 10 Uhr Brunch an, zudem stehen bis Heiligabend Gänse auf der Karte. Als Begleitung kann man aus 40 verschiedenen Weinen wählen.

Dank der großen Fenster kann man mit Flussblick essen. Im Sommer lockt der Außenbereich mit einer großen Terrasse direkt zur Straße und Rhein hin, von der man den Dom sehen kann. Neben den rund 50 Plätzen im Innenraum finden draußen ebenfalls rund 50 weitere Gäste Platz. Parken können Gäste direkt auf dem angebundenen Parkplatz. „Im Sommer dann auch draußen zu sitzen, das ist ein bisschen Urlaub am Rhein“, sagt Argat.

Fine Dining ohne viel Schickschnack möchte das Fux anbieten.

Fine Dining ohne viel Schickschnack möchte das Fux anbieten.

Neben dem Restaurantbetrieb spielt das Thema Events und Feiern eine wichtige Rolle im „Fux“. Ob Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenevents: Dank der Lage ohne direkte Nachbarn kann bis tief in die Nacht laut gefeiert werden. Bis zu 70 Leute finden dabei Platz, im Sommer lässt sich zudem noch auf der Terrasse Party machen. 


Restaurant Fux, Konrad-Adenauer-Ufer 115, Dienstag-Samstag von 12 bis 23 Uhr, Sonntag ab 10 bis 23 Uhr.