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Rundschau-Aktion1767 Schüler waren beim Webbewerb dabei

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Als Feride Bakir vom Fußballfieber gepackt wurde, war ihr türkischer Vater alles andere als begeistert. Heute ist er umso stolzer auf seine talentierte Tochter, die sich zur Bundesligaspielerin bei Bayer Leverkusen hochgekickt hat. Auch für Fatmire "Lira" Bajramaj war es ein harter Weg in den Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Nachdem sie im Kosovo bei einem Turnier ihrer Grundschulklasse entdeckt worden war, spielte sie zuerst heimlich, weil ihr Vater nichts erfahren durfte.

Dass es nicht in allen Ländern selbstverständlich ist, wenn Mädchen Fußball, Tischtennis oder Basketball spielen, haben Schülerinnen der Ursulinenschule Hersel in Bornheim herausgearbeitet. Ihre Homepage "Mädchenschule - Mädchensport" wurde gestern neben vielen weiteren kreativen Beiträgen bei der Preisverleihung zum 15. Rundschau-Webbewerb prämiert. Zum Thema "Sport verbindet" haben sich die Neuntklässlerinnen unter anderem mit erfolgreichen Sportlerinnen auf der ganzen Welt beschäftigt. Von länderweiten Unterschieden über Doping oder Fairness bis hin zum Olympischen Gedanken reichte das Spektrum beim Webbewerb 2012.

Aus der Not heraus haben Schüler der Gemeinschaftshauptschule Bergneustadt einen originellen Bewegungsplan entwickelt. Weil ihre Sporthalle renoviert werden musste, fehlte vor allem den Ganztagsschülern die Möglichkeit, sich in der Mittagspause auszutoben. Die Lösung ist ebenso pfiffig wie effektiv: Kurzerhand sind Schüler und Lehrer gemeinsam nach London gelaufen - nicht in Wirklichkeit, aber über die Landkarte. Im Sportunterricht, während der Pausen und an Wandertagen haben sie die Kilometer zum Austragungsort der Olympischen Spiele zurückgelegt.

Mit einem anderen aktuellen Sportereignis haben sich zwei Teams des Berufskollegs Bergisch Gladbach beschäftigt. Eine Gruppe ist der Infrastruktur und den Stadionkapazitäten der teilnehmenden Ländern auf den Grund gegangen. Das andere Team hat sogar ein Exklusivinterview mit dem Ex-Fußballnationalspieler Jens Nowotny ergattert.

Dass Sport nicht nur Menschen verbindet, sondern auch in der Gruppe am meisten Spaß macht, hat eine Schülerin des Siegtal-Gymnasiums Eitorf herausgefunden. Beim wagemutigen "Selbstexperiment einer Couchpotatoe" hat sie zwei Wochen lang die Joggingschuhe und Inliner geschnürt und in die Pedale getreten. Einen besonderen Schwerpunkt haben die Eitorfer "Keksebäcker" auf die lokalen Sportangebote ihrer Gemeinde gelegt. Wahren Teamgeist hat das Kölner Georg-Büchner-Gymnasiums unter dem Motto: "Olympiade - Idee und Realität" bewiesen. 40 Schüler haben in detaillierten Beiträgen und mit technischen Rafinessen die Geschichte der Olympischen Spiele von 1896 bis zum Jahr 2008 beleuchtet. Dabei haben sie auch herausgefunden, dass es bei den Olympischen Spielen der Antike alles andere als fair zuging: Wer gegen Regeln verstieß, wurde ausgepeitscht, und im Kampf mit übermächtigen Gegnern verlor so manch ein Athlet sein Leben.

Weniger blutrünstig, dafür umso "freakiger" ging es bei der Gemeinschaftshauptschule Neuenhof in Siegburg zur Sache. Weil die Neuntklässler spannende Angebote ohne Vereinsverpflichtungen vermissten, haben sie kurzerhand selbst ein Sportevent der Spitzenklasse auf die Beine gestellt. Unter dem Motto "Von der Straße in die Halle" hat das Schülerteam dem Siegburger Bürgermeister drei Termine in städtischen Sporthallen abgeschwatzt und "Freaky Sundays" organisiert. Das überzeugende Fazit der "sportlichsten Klasse der Welt": "Auspowern hilft bei Stress und Aggressionen."

Eine Flut aus kreativen und gründlich recherchierten Beiträgen erreichte die Webbewerbs-Jury auch in diesem Jahr. Insgesamt 136 Teams aus dem gesamten Verbreitungsgebiet der Rundschau haben beim Webbewerb mitgemacht, alles in allem haben 1767 Schüler aus 42 Schulen in den beiden Kategorien Media Creativ und Internet-Rallye getüftelt. Seit Beginn des Webbewerbs 1998 waren insgesamt 3028 Teams und 40 257 Schüler dabei. Für die erarbeiteten Internetseiten stand den Schülern auch diesmal ein Homepage-Baukasten zur Verfügung.