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Flughafen Köln/BonnMarihuana im Wert von 1,8 Millionen Euro beschlagnahmt

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Flughafen Köln Bonn

Das Terminal 2 am Flughafen Köln/Bonn ist zur Zeit leer.

Köln – In Zeiten von Corona müssen auch Schmuggler erfinderisch werden. Viele Grenzen sind in Europa noch immer geschlossen und so müssen die Täter andere Wege suchen. Viele Schmuggler versuchen nach Angaben des Hauptzollamtes per Luftfracht besonders Rauschgift an den Zielort zu bringen. „Wir haben in den vergangenen Wochen einen europäischen Drogenschmuggel über den Flughafen Köln/Bonn erlebt“, sagte der Sprecher der Behörde Jens Ahland bei der Vorstellung der Jahresstatistik.

Der Schmuggel sei über den Cargo-Bereich gelaufen; Passagierflugzeuge landeten in den vergangenen Wochen deutlich weniger. So stellten die Beamten von Ende April bis Mitte Mai Marihuana im Wert von über 1,8 Millionen Euro sicher. „Dass wir allein in zwei Nächten rund 125 Kilo Marihuana in Paketsendungen finden, ist ein neuer Rekord. Die Gesamtmenge hätte für eine halbe Million Joints gereicht“, sagte der Sprecher weiter. Dass große Mengen Drogen per Luftfracht versendet werden, sei aber nicht nur auf die Corona-Krise und die geschlossenen Grenzen zurückzuführen. Es gebe ständig neue Routen- Bewegungen der Schmuggler.

115.000 Strafverfahren eingeleitet

Bei der Vorstellung der Jahreszahlen 2019 wurde auch erneut deutlich, dass die Finanzkontrolle mit Schwarzarbeit reichlich zu tun hatte und es weiter zu Verstößen beim gesetzlichen Mindestlohn kommt. Das Amt sprach von einer Steigerung der festgestellten Verstöße von 10 Prozent. Mehr als 55.000 Arbeitgeber seien überprüft worden, dabei sind 115.000 Strafverfahren eingeleitet worden.

Auch die Bekämpfung des Drogenschmuggel, abgesehen von den Sicherstellungen am Flughafen Köln/Bonn, forderte die Ermittler stark.

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Die Funde von Herion, Marihuana und Amphetaminen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich erhöht. Bei dem sichergestellten Heroin (938 Kilo) gibt es eine fünffache Steigerung. „Wir haben insgesamt mehr als vier Tonnen Drogen beschlagnahmt“, hieß es weiter vom Hauptzollamt.

Obwohl immer wieder vor gefälschten Waren aus Fernost gewarnt wird – Uhren, Brillen oder Taschen preiswert und gefälscht im Internet zu bestellen ist weiter hoch im Kurs. Besonders gefälschte Luxusuhren sind weiter ein Thema. Sichergestellt wurden auch gefälschte Werkzeuge, Fahrzeuge einschließlich Zubehör und Handyhüllen.