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Engagement während Corona-PandemieUni Köln ernennt Henriette Reker zur Ehrensenatorin

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Professor Dr. Joybrato Mukherjee, Rektor der Universität zu Köln, und Henriette Reker, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

Professor Dr. Joybrato Mukherjee, Rektor der Universität zu Köln, und Henriette Reker, ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

Als Aufsichtsratsmitglied der Kliniken der Stadt Köln stand Reker im engen Austausch mit der Medizinischen Fakultät der Uni Köln.

Die ehemalige parteilose Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde am Mittwoch zur Ehrensenatorin der Universität zu Köln ernannt. Das teilte eine Uni-Sprecherin mit. Damit würdigt die Uni Köln Rekers Engagement vor allem während der Corona-Pandemie. Als diese ausbrach, stand das öffentliche Gesundheitswesen plötzlich im Fokus.

Um fachlich besser auf zukünftige Pandemien reagieren zu können, gründete die Uni Köln 2024 an ihrer Medizinischen Fakultät das Institut für Öffentliches Gesundheitswesen, das eng mit dem Gesundheitsamt der Stadt kooperiert.

Einen wichtigen Anteil daran hatte laut Uni-Sprecherin Henriette Reker. Während der Pandemie war die ehemalige OB Mitglied des Aufsichtsrats der Kliniken der Stadt Köln und stand damit in enger Verbindung zur Medizinischen Fakultät sowie zu den Unikliniken.

Fritz Schramma und Markus Greitemann sind auch Ehrensenatoren der Uni Köln

Aber auch darüber hinaus habe sich Reker für die Uni Köln eingesetzt, heißt es. Während ihrer gesamten Amtszeit, also von 2015 bis 2o25, habe sie „diverse Vorhaben und Anliegen“ der Uni unterstützt, „denn sie erkannte deren Rolle als Aushängeschild für die Stadt sowie als Motor für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung“. Als Alumna der juristischen Fakultät habe Reker zudem auch einen persönlichen Bezug zur Uni.

Rektor Professor Joybrato Mukherjee sagte: „Henriette Reker trat stets für ein weltoffenes, tolerantes und liberales Köln ein. Diese Werte sind für eine international vernetzte Uni existenziell wichtig. Die Universität konnte darüber hinaus bei zahlreichen Projekten und Initiativen in ihrer Amtszeit auf die Unterstützung der Stadt zählen.“

Die Auszeichnung „Ehrensenator“ und „Ehrensenatorin“ vergibt die Uni Köln relativ selten. Seit ihrer erneuten Gründung im Jahr 1919 wurden laut Homepage der Uni 48 Menschen zu Ehrensenatoren ernannt. Die Uni kann Persönlichkeiten die Würde einer Ehrensenatorin verleihen, wenn die oder der zu Ehrende eine „der Universität besonders verbundene Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ist“ oder als Universitätsmitglied „außerordentliche Leistungen“ erbracht hat.

Reker steht damit in einer Riege mit dem verstorbenen Fritz Schramma, der 2011 zum Ehrensenator ernannt wurde, dem Bankier Alfred Freiherr von Oppenheim (2004) sowie Markus Greitemann (2019), der vor seinem Amt als Beigeordneter bei der Stadt Köln Baudezernent der Uni war. Auch der ehemalige Rektor und Mukherjees Vorgänger, Axel Freimuth, ist Ehrensenator.

Im Jahr 2020 veröffentlichte die Uni Köln eine Liste mit zehn Ehrensenatoren, von denen sie sich distanziert. Das betrifft jene Ehrungen, die während des Nationalsozialismus und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verliehen wurden, „soweit die ausgezeichneten Personen in das NS-Regime verstrickt waren“. Genannt werden etwa Generalkonsul Kurt Freiherr von Schröder (1942).