„Nur wer sich mit anderen austauscht und gemeinsam nach Lösungen sucht, wird am Ende erfolgreich sein“, sagte Christoph Kuckelkorn zum Motto.
Karneval in Köln„Morje es, wat do drus mähs!“ ist das Sessionsmotto 2027

Leiter des Rosenmontagszugs Marc Michelske gab das neue Motto in der Südstadt bekannt.
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Das Festkomitee Kölner Karneval hat das Sessionsmotto für die Session 2027 bekannt gegeben. Zugleiter Marc Michelske enthüllte es am Rosenmontag, nachdem die letzten Wagen sich in der Südstadt auf den Weg gemacht hatten. Das Motto lautet: „Morje es, wat do drus mähs!“ Es richtet den Blick in krisenbehafteten Zeiten nach vorne. „Steck den Kopf nicht in den Sand. Tut was für euch und eure Liebsten. Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, sondern was ihr für euer Land tun könnt“, sagte Michelske bei der Verkündung. „Wir müssen krisenfest sein und die Zukunft selbst in die Hand nehmen.“ Christoph Kuckelkorn, scheidender Präsident des Festkomitees, erklärte in einer Mitteilung: „Jeder von uns entscheidet mit, welchen Kurs wir steuern und wie das Morgen aussehen wird. Also: Arsch huh und anpacken!“
Sessionsmotto 2027: Logo als Steuerrad
Das Logo zum Motto zeigt ein Steuerrad. Zwischen den einzelnen Streben stellen verschiedene Symbole die Themen Bildung, Nachhaltigkeit, Frieden, Finanzen oder Gesundheit dar. Das Motto passt auch zu den Themen, die das Festkomitee ohnehin schon auf den Weg gebracht hat. Derzeit läuft das Projekt „Alaaf 2040“, das den Karneval zukunftsfähig machen soll.
Das Motto soll laut dem Festkomitee auch ein klares Statement all jenen gegenüber sein, „die es sich in ihrer Social-Media-Blase auf dem Sofa bequem gemacht haben und täglich mit platten Kommentaren zur Spaltung der Gesellschaft beitragen“, heißt es in der Mitteilung. Kuckelkorn erklärte: „Nur wer sich mit anderen austauscht und gemeinsam nach Lösungen sucht, wird am Ende erfolgreich sein – das nennt man Demokratie. Gerade in einer Zeit der weltweit stärker werdenden Autokraten ist es wichtig, zu spüren, dass man selbst etwas bewegen kann. Wir sind nicht ohnmächtig – weder in unserer kleinen Welt des Karnevals, noch in der Stadtgesellschaft, noch in der Gesellschaft insgesamt.“
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Das Motto der aktuellen Session, das lässt sich mittlerweile eindeutig sagen, ist ein voller Erfolg gewesen. „Alaaf – Mer dun et för Kölle!“ rückte alle Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler in den Vordergrund, die sich in Köln und speziell im Kölner Karneval engagieren.
Auch das neue Motto soll das Engagement der Jecken befeuern: „Wir sind jetzt schon darauf gespannt, welche kleineren und größeren Zukunftsprojekte die kölschen Jecken in den nächsten Monaten anstoßen werden – im Karneval oder in anderen Bereichen des Lebens“, so Kuckelkorn. „Das Motto ist kein naives ‚Alles wird gut‘. Im Gegenteil: Wenn nicht jeder mit anpackt, wird die Zukunft ganz sicher nicht rosarot.“
