Der Aktionsmonat feiert 100-jähriges Bestehen. Auch in Köln findet ein Programm statt, das Schwarze Perspektiven in den Fokus rückt.
Black History Month 2026 in Köln„Ohne sie wäre unsere Stadt nicht das, was sie heute ist“

Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen: Zum Black History Month ist viel los in Köln. Auch die Theodor Wonja Michael Bibliothek bietet einige Events.
Copyright: Thomas Banneyer
Der Aktionsmonat Black History Month wird im Februar wieder weltweit begangen. 2026 findet der Aktionsmonat bereits zum 100. Mal statt. Auch in Köln gibt es zahlreiche und meist kostenlose Veranstaltungen zu entdecken, die Perspektiven von Schwarzen Menschen in den Fokus rücken, wie die Stadt mitteilte. Möglich machen das zahlreiche Initiativen und Gemeinschaften, darunter die Kölner Ortsgruppe der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland e.V. sowie das Deutsche Sport & Olympiamuseum.
Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) misst dem Black History Month große Bedeutung bei. „Er erinnert uns daran, dass auch die Geschichte unserer Stadt untrennbar mit der Stärke, Kreativität und Widerstandskraft unserer Schwarzen Communities verwoben ist. Im Februar würdigen wir ihre Errungenschaften, ihren kulturellen Reichtum und ihren unentbehrlichen Beitrag zu unserer gemeinsamen Zukunft“, sagt Burmester. „Dieser besondere Anlass sollte uns zugleich ein Auftrag sein, Räume zu schaffen, in denen Schwarze Stimmen nicht nur gehört, sondern gestärkt werden – denn ohne sie wäre unsere Stadt nicht das, was sie heute ist.“
Zu den Veranstaltungen sind alle Interessierten eingeladen. Vereinzelt gibt es auch Events, die ausschließlich an Schwarze Personen gerichtet sind. Teil des Programms sind unter anderem Lesungen, Workshops, Filmvorführungen und Ausstellungen. Darunter ist auch eine kostenlose und digitale Sprach-Schnupperstunde am 18. Februar. Teilnehmende gewinnen Einblicke in die Akan-Twi-Sprache, die fest zur westafrikanischen Kultur gehört. Den Link für das Zoom-Meeting gibt es auf der Website der Stadt.
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Black History Month in Köln: Ein Blick ins Programm
In der Theodor Wonja Michael Bibliothek in Poll findet am 1. Februar eine für alle zugängliche Eröffnungsfeier statt. Die Einrichtung, in der hauptsächlich Literatur von Schwarzen Autorinnen und Autoren vorhanden ist, feiert am 19. Februar zudem ihren vierten Geburtstag. Zu diesem Anlass nimmt das Team seine Bücherausleihe in Betrieb, bisher konnte ausschließlich vor Ort gelesen werden.
Das Sport- und Olympiamuseum im Rheinauhafen bietet ein breites Programm. Am 3. Februar findet eine Podiumsdiskussion mit Gesichtern aus Sport und Gesellschaft statt, unter anderem wird Shary Reeves dabei sprechen. Es geht um die Errungenschaften von Schwarzen Athletinnen und Athleten in der deutschen Sportgeschichte – aber auch um die Herausforderungen, mit denen sie umgehen mussten.
Ein Schlaglicht auf Schwarze Leistungen im Profisport soll auch die Themenführung „black sheroes“ für die ganze Familie werfen, die an mehreren Terminen angeboten wird. Teilnehmende erfahren mehr über Stars wie Boxer Muhammad Ali oder Fußballer Pelé. Tickets gibt es ab circa 6 Euro. Am 27. Februar liest Journalist Ronny Blaschke aus seinem Buch, das Rassismus im Fußball thematisiert. Eine Anmeldung ist online nötig.
Im Rautenstrauch-Joest-Museum finden ebenfalls gleich mehrere Events statt. Eine kostenfreie Führung am 5. Februar beleuchtet die Dauerausstellung des Museums rassismuskritisch. Parallel steigt ein Abend mit Musik und Lesungen, der Bündnisse zwischen Schwarzen und Indigenen im Kampf gegen die Versklavung in den Fokus rückt.
Das volle Programm gibt es sortiert nach Tagen auf der Website der Stadt Köln. Dort sind auch weitere Infos zu den einzelnen Events zu finden.
