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ÖPNV der ZukunftKVB will komfortabler werden

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Zukunft und Vergangenheit stehen im Stadtbahnmuseum Thielenbruch nah beieinander.

Köln – Mehr Plätze für die Fahrgäste, Barrierefreiheit statt Stufen, klimatisierte Wagen – die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) beschreiten neue Wege bei der Ausstattung ihrer Bahnen und präsentieren aktuell im Stadtbahn-Museum Thielenbruch ihre neue Niederflur-Stadtbahn. Diese soll als Vorserie im Jahr 2024 für ein Jahr erprobt und ab 2025 in Serienbetrieb genommen werden.

Die Wagen verfügen über eine bessere Beleuchtung, bessere Kollisionswarnsysteme, sollen stromsparender sein und über energieeffiziente CO2-Klimaanlagen verfügen. Vor allem körperlich beeinträchtigte Fahrgäste werden von den Neuerungen profitieren, statt Stufen gibt es ausschließlich Rampen, zudem mehr Eingangstüren.

Der Prototyp steht im Museum Thielenbruch

Ein Prototyp der Wagen wurde am Mittwoch im Museum vorgestellt – das knapp zehn Meter lange und 8,5 Tonnen schwere sogenannte Design-Mockup ist ein 1:1-Modell des gesamten vorderen Bereichs eines Stadtbahnwagens. Alle Kölnerinnen und Kölner haben am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Juli, von 11 bis 17 Uhr die Möglichkeit, das Modell im Museum Thielenbruch zu begutachten und zu bewerten.

Die Gäste erwartet eine Straßenbahn ganz in kölschen Farben – die Zeit von blauen Sitzen und gelben Haltestangen ist vorbei. Alle KVB-Busse und Bahnen sollen zukünftig von innen nahezu identisch aussehen: Rot und Weiß allerorten, sowie vereinzelt helles Grau, dazu funktionales Design. Die Kunststoffsitze bleiben den Gästen erhalten, auf Stoffsitze verzichtet die KVB weiterhin. „Alle Fahrzeuge verfügen über Brandschutzdetektion, digitale Screens zum Infotainment, LED-Beleuchtung, temperaturabhängig steuerbare Lichtfarbe, USB-Ladesteckdosen sowie über eine Vorrüstung für Fahrgast-WLAN“, betont Matthias Pesch, Leiter der KVB-Unternehmenskommunikation.

Kundenperspektive wird einbezogen

Das am Wochenende zu besichtigende Modell stellt den aktuellen Stand der Konstruktion nach den bisherigen Abstimmungen der KVB mit dem Hersteller Alstom dar. Auch danach wird es weiteres Feedback von Fahrgästen, Behindertenverbänden, der Berufsgenossenschaft, KVB-Angestellten und Designverantwortlichen geben. „Aufgrund dieser Abstimmungen und Erkenntnisse werden dann alle Zeichnungen und Unterlagen für die Produktion vorbereitet“, erklärt der stellvertretende Projektleiter Hans Bauer. Es ist das erste Mal, dass die KVB diesen Weg bei der Entwicklung eines Stadtbahnfahrzeugs geht – man will auch die Kundenperspektive explizit in die Planung mit einbeziehen.

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Die Unternehmen Alstom und Kiepe Electric GmbH liefern 62 moderne durchgängige Niederflurfahrzeuge (60-Meter-Langzüge) sowie zwei rund 30 Meter lange Niederflurwagen. „Nach der Ertüchtigung der Ost-West-Achse sollen auf den Linien 1 und perspektivisch auch auf der Linie 9 rund 90 Meter lange Zugverbände fahren. Auf diese Weise kann die Kapazität auf diesen Linien um bis zu 50 Prozent erhöht werden. Diese Erweiterung ist dringend erforderlich, um dem steigenden Fahrgastaufkommen Rechnung zu tragen“, erläutert Hans Bauer. Zwei Jahre müssen die Fahrgäste der KVB noch Geduld aufbringen – dann sollen die digitalisierten und optimierten Bahnen endlich Kölner Luft schnuppern.