Butzweilerhof-ArealTante Ju fliegt an Köln vorbei

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Köln – Tante Ju fliegt an Köln vorbei. „Weil wir seit Jahren warten, ohne dass sich am Butzweilerhof etwas tut, haben wir uns nun entschieden, das Flugzeug in unserer Heimatstadt auszustellen“, erklärt Bernd Huckenbeck vom Verein der Freunde historischer Luftfahrzeuge Mönchengladbach. Der besitzt eines der wenigen erhaltenen Exemplare des legendären Flugzeugtyps Ju 52, das nach der endgültigen Stilllegung eigentlich die Luftfahrt-Ausstellung in Ossendorf bereichern sollte. Doch der geplante Umbau und die denkmalgerechte Sanierung der ehemaligen Flughafenanlagen lassen weiter auf sich warten - und die Ju landet nun am Niederrhein.

Immerhin konnte die akute Gefahr eines Verlusts der Fördermittel für das Projekt der „Regionale 2010“ nach Darstellung von Baudezernent Bernd Streitberger abgewendet werden. Sie waren zunächst an die Verpflichtung gebunden, spätestens in diesem Jahr mit den Arbeiten zu beginnen. Im Gespräch mit dem zuständigen Landesminister Harry Voigtsberger habe Oberbürgermeister Jürgen Roters nun erreicht, dass die Mittel auch 2012 noch zur Verfügung stehen; die Förderanträge würden in Kürze gestellt, berichtet Streitberger.

Bislang führte die Sparkassen-Tochter SKI Immobilien bei dem Projekt Regie, die sie aller Voraussicht nach mit dem Gelände an die Stadt abgeben wird. Bevor die Stadt an die bisherige Planung anknüpfen könne, müssten aber noch vergaberechtliche Fragen geklärt werden, sagt Streitberger. Von den Umbaukosten in Höhe von insgesamt 18,1 Millionen Euro übernimmt das Land 70 Prozent, den Rest sollen sich Stadt und Landschaftsverband Rheinland teilen. Und der stehe zu seinen Beschlüssen, wie eine LVR-Sprecherin auf Anfrage mitteilte.

Bisher keine Sponsoren gefunden

„Wir wollen bei dem Projekt Wegbegleiter sein“, betont Dr. Edgar Mayer, der Vorsitzende der Stiftung Butzweilerhof, die sich seit 16 Jahren dem Erhalt und der Restaurierung der Flughafenanlage aus den 30er Jahren widmet. Die Stiftung hat selbst 1,76 Millionen Euro in den „Butz“ investiert und bereits eine beachtliche Ausstellung zur Luftfahrt der 20er und 30er Jahre aufgebaut. Sie soll nach Worten Roland Temmes von der Regionale-Agentur mit neuem Konzept aufgewertet werden. Dazu seien weitere 2,6 Millionen Euro eingeplant, von denen der LVR 1,3 Millionen bereitstellen wolle, sofern Dritte die andere Hälfte übernehmen. Sponsoren haben sich bislang aber nicht auftreiben lassen.

Nicht nur Mayer hofft, dass die Umgestaltung der Freiflächen und des Rollfeldes, die im ersten Bauabschnitt vorgesehen sind, nun wie eine Initialzündung für das Projekt wirkt.

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