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Ulrike Nasse-MeyfarthDie Karriere in Wesseling gestartet

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Als Gäste der Sportarena konnte Moderator Thomas Kalus (M.) die Doppelolympiasiegerin im Hochsprung Ulrike Nasse-Meyfarth und den Vorsitzenden vom TuS Wesseling, Michael Führ, begrüßen. (Bild: Klose)

WESSELING – Nein, so richtig verändert hat sich die Olympia-Siegerin Ulrike Nasse-Meyfarth nicht. Die meisten Wesselinger erkannten sie direkt wieder und empfingen sie am Sonntagnachmittag mit riesigen Applaus in der von der Rundschau präsentierten Sportarena beim Stadtfest. Dort konnte Moderator Thomas Kalus auch den Vorsitzenden des TuS Wesseling Michael Führ als Talkgast begrüßen.

„Ich bin hier aufgewachsen und zur Grundschule gegangen“, erzählte Ulrike Nasse-Meyfarth. Und als sie im Publikum ihren alten Lehrer Helmut Bunk erkannte, freute sie sich gewaltig. Den Gästen, die sich vor der Bühne der Sportarena versammelt hatten, erzählte die Olympia-Siegerin auch von ihrem Start beim TuS Wesseling in der Abteilung Leichtathletik. Damals sei sie zwölf Jahre alt gewesen. Als eine der Ersten im Verein übte sie damals auch den Flop rückwärts über die Latte. Alte Matratzen und Matten habe man früher für die Landung dahinter gelegt.

Gut erinnere sie sich auch noch an ihren damaligen Trainer, der sie entdeckt hat. Und nie werde sie ihren Triumphzug nach ihrem Olympiasieg 1972 in München vergessen, als sie zusammen mit ihrem Trainer und dem damaligen Bürgermeister Mock im offenen Wagen durch Wesseling fuhr. „Das war einfach grandios“, sagte sie.

Auch Michael Führ wird die Stunden des Wettkampfs nie vergessen. „Wir saßen alle vor dem Fernsehen“, berichtete er. Beim besagten Triumphzug habe er seinen Schülern sogar schulfrei gegeben. Dazu Ulrike Nasse-Meyfarth: „Schulfrei, das war auch angemessen“, lächelte sie.

Den Gästen, die vor der Bühne ihren Worten lauschten, erzählte sie auch von ihrer jetzigen Arbeit als „Talentsucherin“ beim TSV Leverkusen. Dort beobachte sie bei Bundesjugendspielen die Kinder und Jugendlichen. Sie findet, dass sie es heute wesentlich schwerer haben, sich auf eine Sportart zu fokussieren. Das Angebot sei riesig. „Wir hatten es da früher wesentlich leichter", stellte sie fest.

Doch nicht allen Jugendlichen fällt es schwer, sich für eine bestimmte Sportart zu begeistern. Sören Laga ist erst 17 Jahre alt und hat in seinen jungen Jahren bereits drei deutsche Meistertitel im Radrennsport eingefahren. In der Sportarena erzählte er den Zuhörern, dass auch er zunächst mit Leichtathletik begonnen habe und dann über den Wesselinger Stadtlauf zum Radsport gekommen war.

Völlig überrascht war der junge Mann, als ihn Bürgermeister Hans-Peter Haupt mit der Sportplakette der Stadt Wesseling für seine Verdienste auszeichnete. „Das ist Wahnsinn, das ist eine ganz große Ehre“, sagte er. Sein Ziel ist es, irgendwann einmal bei den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen und dann Gold zu holen.

Auf seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in London bereitet sich zurzeit Judo-Vizeweltmeister Andreas Tölzer vor. Auch er war gestern Gast in der Sportarena. Er möchte in London auf jeden Fall Metall holen. Berühmt ist er für seine bestimmte Technik, die sogar seinen Namen trägt: den „Tölzer Umdreher“.

Mit ihm saß Fußballwelt- und Europameister Bernd Cullmann auf der Bühne, der von der nervenaufreibenden Saison erzählte, die er mit seinem Stammverein dem 1. FC Köln erlebt hat. Als Top-Ereignis bleibt ihm der Sieg gegen Leverkusen in Erinnerung, am Schlimmsten sei für ihn die 0:4 Niederlage gegen Gladbach gewesen. „Damals habe ich den 1. FC Köln schon in der zweiten Liga gesehen", meinte er und fügte hinzu, dass er lange gebraucht habe, um sich von dieser Niederlage zu erholen.