Schlossleuchten auf dem DrachenfelsLichtspektakel lockte mehr als 22.000 Besucher

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Ein Besuchermagnet: Das Schlossleuchten lockte in diesem Jahr mehr als 22 000 Menschen auf den Drachenfels – ein neuer Rekord.

Königswinter – Wolfgang Flammersfeld ist „rundum zufrieden“. Am gestrigen Montag, also einem Tag nach dem diesjährigen Schlossleuchten, machten deshalb sogar die Aufräumarbeiten rund um Schloss Drachenburg Spaß: „Bei diesem schönen Wetter, da will man sich nicht beklagen.“ Grund zum Klagen gibt es wahrhaftig nicht, dass Schlossleuchten 2019 sorgte für einen neuen Besucherrekord, wie Drachenburg-Geschäftsführer Joachim Odenthal auf Nachfrage der Rundschau verriet. „Die Zahlen von der Nibelungenhalle stehen zwar noch aus, aber wir haben jetzt schon mehr als 22 000 Besucher zusammen.“ Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr strömten etwa 16 000 Besucher auf den Drachenfels.

Dreharbeiten

Zu Einschränkungen während der Öffnungszeiten kann es derzeit auf Schloss Drachenburg kommen, wie auf der Homepage des Hauses zu lesen ist. Als Grund dafür werden dort nicht näher beschriebene Dreharbeiten angegeben. „In dieser Woche wird aufgebaut, nächste Woche finden dann schon die Dreharbeiten statt“, konnte Drachenburg-Geschäftsführer Joachim Odenthal auf Nachfrage der Rundschau verraten – mehr allerdings nicht. Um welche Produktion es sich dabei handelt, darüber müsse er noch Stillschweigen bewahren. Die Einschränkungen sollen bis zum 15. März andauern, in der Zeit vom 6. bis zum 8. März werden Schloss und Park Drachenburg gänzlich geschlossen sein. Am Samstag, 9. März, und Sonntag, 10. März, kann das Schloss bei regulärem Eintritt und im Rahmen einer Führung jedoch besichtigt werden. Einblicke soll es dann auch in das Filmset geben, so Odenthal. „Dann wird noch nicht alles abgebaut sein und Besucher können sich einen Eindruck von der ganzen Sache verschaffen.“

Bei den Dreharbeiten könnte es sich um die von ARD und Sky produzierte Serie „Babylon Berlin“ handeln. Nach Informationen der Rundschau sollen in der Zeit vom 6. bis zum 12. März Dreharbeiten für die Serie im Raum Bonn stattfinden. Dass dann auch auf Schloss Drachenburg gedreht wird, ist nicht unwahrscheinlich: Bereits in der ersten Staffel war das Schloss Teil der Serie. (mdh)

Bedingt sei dieser enorme Anstieg der Besucherzahlen vor allem durch die günstige Wetterlage, wie Odenthal erklärte: „Das Wetter hat auf jeden Fall seinen Teil zu diesem Erfolg beigetragen.“ Besucherstärkster Tag war dementsprechend auch der frühlinghafte Samstag der vergangenen Woche mit rund 4000 Besuchern. Diesen wurde beim diesjährigen Lichtspektakel, das am 25. Januar seinen Anfang nahm, wieder einiges geboten: Der Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld installierte insgesamt fast 400 Lampen, ein Dutzend Projektoren und kilometerlange Kabel. Vom Eingangsbereich über den Park bis hin zu sonst geschlossenen Räumen brachte Flammersfeld die gesamte Anlage von Schloss Drachenburg sowie die Nibelungenhalle zum Strahlen.

Drittes Wochenende im Januar 2020

Für den Lichtkünstler gilt nun traditionell der Satz: „Nach dem Schlossleuchten ist vor dem Schlossleuchten“. Der Termin für 2020 steht nämlich schon fest, wie Joachim Odenthal verriet: Das Schlossleuchten im kommenden Jahr soll am dritten Wochenende im Januar 2020 beginnen und thematisch ganz im Sinne des Beethoven-Jubiläumsjahres stehen. „Es wird im Innenraum zum ersten Mal Installationen mit Licht und Musik geben, die teilweise auch interaktive Elemente haben werden“, so Odenthal auf Nachfrage.

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Die Vorbereitungen dafür laufen laut Flammersfeld schon auf Hochtouren: „Die Planungen beginnen jetzt schon. Ich habe jede Menge Ideen im Kopf, aber ich muss mich erstmal sortieren.“ Themen – in diesem Fall Beethoven – seien immer schwierig, weil sie den künstlerischen Freiraum einschränkten, Flammersfeld gibt sich aber motiviert: „Ich sehe das eher als Herausforderung.“ Klar sei unter anderem schon, dass es eine Installation mit sogenanntem 3D-Videomapping – also eine Beleuchtung der Drachenburg mit Projektoren – zum Thema Beethoven geben wird. „Insgesamt können die Besucher einen ganz anderen Look erwarten. Das wird nicht so einfach für mich, aber ich bin bisher sehr zuversichtlich“, so der Lichtkünstler.

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