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Kritik am BürgermeisterEinstellung eines Referenten war laut SPD überflüssig

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Kritik von der SPD: Bürgermeister Jörg Schmidt soll seinen Referenten aus den falschen Gründen eingestellt haben.

Wachtberg – Die SPD kritisiert die Einstellung eines Referenten für Bürgermeister Jörg Schmidt in Wachtberg. Vor allem weil dieser Mann, das CDU-Mitglied Benedikt Bungarten aus Sankt Augustin, die Geschäfte im Verwaltungsvorstand führen soll. Aus Sicht der SPD ist dies Aufgabe des Bürgermeisters.

Die laut SPD 50.000 Euro teure Personalentscheidung verkläre den Nimbus von Schmidt als Verwaltungsfachmann. In einer so kleinen Gemeinde, so die SPD, müssten Verwaltungsmitarbeiter die anstehenden Themen selbst vor- und aufarbeiteten.

SPD: Schmidt soll Geschäfte selbst führen

Für die dem Referenten außerdem zugeteilte Aufgabe, die Umsetzung von Ratsbeschlüssen nachzuhalten, habe Schmidt die Fachbereichsleiter heranzuziehen, finden die Sozialdemokraten. Zuletzt gab es bei Bürgermeister Theo Hüffel (CDU) eine Stabsstelle „Steuerungsunterstützung“. Schmidts Vorgängerin Renate Offergeld (SPD) kam ohne Helferstelle aus.

Die SPD will „noch klären“, ob Schmidt den Referenten mit der Begründung, dass durch Elternzeit Stellen frei seien, dauerhaft hätte einstellen dürfen. Der Personalrat hatte laut Gemeinde einmütig zugestimmt. Entgegen der Erwartungen an einen Verwaltungsfachmann mache sich der Bürgermeister nun „einen schlanken Fuß“, kritisiert die SPD und verhelfe „einem Studenten und CDU-Mitglied zu Arbeit und Brot“.

Auch die vorzeitige Corona-Impfung des Bürgermeisters steht in der Kritik

Bungarten, Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, hat in Bonn studiert. Er ist „Bachelor of Laws“. Als Berufsanfänger wird er nach Tarifgruppe 9c besoldet – wie andere Sachbearbeiter. Der Referent soll auch die Digitalisierung voranbringen. Laut SPD habe dies „möglicherweise die Expertise eines externen Sachverständigen günstiger erfüllen“ können.

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Die SPD will auch klären, warum Schmidt vorzeitig gegen Corona geimpft ist. Kassenärzte, die am 2. Januar im Limbachstift durch sparsame Verwendung der richtig berechneten Dosen 40 bis 60 Spritzen übrig hatten, impften (wie berichtet) alle Personen, die sie mit Schmidts Hilfe in einer Stunde auftreiben konnten – auch ihn.