Abo

BildergalerieSo schön war die Damensitzung in Euskirchen – Brings und Eldorado abgefeiert

Lesezeit 3 Minuten
Das Bild zeigt einen Teil des Publikums bei der Damensitzung in der Alten Tuchfabrik.

852 jecke Wiever feierten bei der Damensitzung in Euskirchen den Karneval und sich selbst.

Ausverkauftes Haus bei der KSG Alt Oeskerche: Der Einzug des Euskirchener Dreigestirns bei der Damensitzung glich einem Triumphzug.

Was haben die Lachende Kölnarena und die Alte Tuchfabrik in Euskirchen gemeinsam? Glaubt man Marita Köllner alias Et fussich Julche, dann zumindest nicht die Stimmung. „Ihr seid der Wahnsinn. Die Stimmung hier ist besser als in Köln“, sagte Köllner.

Es sollte nicht ihre einzige Liebeserklärung an diesem Abend bleiben. Auch Euskirchens Prinz Tobi I. (Wiesen) erhielt ein Kompliment nach dem nächsten. „Ich habe mich in deine Augen verliebt. Schon beim ersten Mal“, sagte die 65-Jährige.

Es sollte der Abend der Liebeserklärungen bleiben, zumal die Euskirchener Tollität im Gegenzug nicht nur Köllner eine Liebeserklärung aussprach, sondern allen 852 weiblichen Jecken. „Ihr seid der Wahnsinn. Wir haben viel Positives über die Sitzung gehört, aber das hier? Unglaublich“, sagte er wohl auch stellvertretend für seinen Bauern Sascha I. (Kremp) und seine Jungfrau Martina (Martin Niessen). Dessen Frau Conny feierte auf der Damensitzung ihren Geburtstag – auch eine Art Liebesbeweis.

Alles zum Thema Brings

Euskirchener Karneval: Eldorado verwandelt Alte Tuchfabrik in Tollhaus

Und dann waren da noch die schönsten Lederjackenträger aus Köln, wie Moderatorin Colette Leber die Band Eldorado ankündigte. Auch die war schockverliebt in die Damen, die Damensitzung und die Stimmung. Entsprechend ließen sie ihrem Sessionshit Taten folgen und gingen „all in“.

Den ganz wenigen Männern im Saal gaben sie noch einen Tipp mit – der wohl nicht nur für die Session gelten soll. „Verlieb' dich nie in das Mädche hinger dä Thek“, sang Manuel Sauer voller Überzeugung in Richtung der mehr als 850 Fastelovendsfründe, die die Alte Tuchfabrik in einen bunten Freudehaufen verwandelten.

Als das Grundrauschen verschwunden war, hörten die Wiever ganz aufmerksam einem Mann zu. Martin Schopps, nicht nur Büttenredner im Kölner Karneval, sondern auch Berufsschullehrer in der Domstadt, hatte die Frauen im Griff. Er berichtete aber nicht nur humorvoll aus seinem Berufsalltag, sondern auch aus dem Kontakthof für Senioren, wie Schopps das Wartezimmer beim Hausarzt bezeichnete.

Martin Schopps wollte möglichst früh in Euskirchen auftreten

Der Redner hatte bei der KG um einen möglichst frühen Auftrittszeitpunkt gebeten, um nicht vollends gegen die Stimmung ankämpfen zu müssen. Diesen Wunsch erfüllte Dieter Birkenbusch, Präsident der KG Alt Oeskerche, gerne. „Das Programm kann sich sehen lassen. Für die Mädels organisieren wir die Sitzung sehr gerne“, so Birkenbusch. Da war sie: die nächste Liebeserklärung für die Damen in der Alten Tuchfabrik.

Und die genossen mehr als sechs Stunden Stimmung pur. Denn schlechter wurde das Programm nun wirklich nicht mehr. Von Peter Brings folgte auch noch eine Liebeserklärung. „Ich könnte euch knutschen“, sagte der Brings-Frontmann, als der Chor aus 852 weiblichen Kehlen „Kölsche Jung“ mitsang.

Die Blauen Funken aus Zülpich, die in dieser Session in der Römerstadt die Tollität stellen, hatten ebenfalls einen umjubelten Auftritt bei den jecken Wievern. Die feierten die Zülpicher mit viel Herz – auch das war eine Liebeserklärung.

Rundschau abonnieren