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Dreimal „Kall Du“Die Majestäten sangen dieses Mal am Ende der Engelskirchener Damensitzung

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Ein volles Festzelt. Zahlreiche verkleidete Damen feiern Karneval.

Die Damensitzung der KG Närrische Oberberger im Festzelt in Engelskirchen war schnell ausverkauft gewesen.

Der neue Sitzungspräsident Daniel Technow begrüßte am Mittwoch zahlreiche jecke Frauen im ausverkauften Festzelt in Engelskirchen. 

„Habt ihr Bock?“, rief der neue Sitzungspräsident Daniel Technow auf der Damensitzung am Mittwochnachmittag den vielen Frauen im ausverkauften Zelt an der Olpener Straße in Engelskirchen zu. Und Sie hatten Bock! So zog das Dreigestirn der KG Närrische Oberberger mitsamt Schmölzchen durch die jubelnde Menge ein. Prinz Hans-Peter I., Bauer Holger und Jungfrau Mirijam sorgten direkt für gute Laune und die Zeit verflog im Nu.

Da der erste Redner auf die Bühne wollte, verschoben die Majestäten ihre Lieder kurzerhand an das Sitzungsende. Martin Schopps erzählte sodann von seinen Erfahrungen als Lehrer. Von den Fragen im Biologieunterricht, ob man Cordon bleu erzeugt, indem man Schweine mit Käse füttert.

Damensitzung Engelskirchen: Ein Blick in die Energiesparzukunft

Richtig gut fanden die jecken Frauen allerdings seinen Blick in die Energiesparzukunft. Nächstes Weihnachten gebe es zum Beispiel Russisch Raclette: Es wird nur noch jedes sechste Pfännchen warm. Oder wenn die KVB auf Solar umstellt: Bei den Bussen läuft es prima, bei der U-Bahn … leider nicht. Dann rockte Cat Ballou die Bühne, bevor Guido Cantz mit der Feststellung punktete, dass sich seiner Meinung nach die Normalen im Karneval treffen, während die Verrückten draußen herumlaufen.

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Die Drummerholics brachten mit ihrer Schlagzeugdarbietung die Menge zum Toben. Die fünf Männer trommelten zu den bekannten Kölschrockhits und lieferten dabei eine beeindruckende Bühnenshow mit leuchtenden Schlagzeugsticks und Diskolicht. Und auch die vereinseigenen Tanzgruppen hielten die Stimmung hoch. Der Tanzcorps rot-weiß beeindruckte mit vielen akrobatischen Tänzen und auch die Männer von der Schlossgarde warfen ihr Mariechen Marie Brambach hoch in die Luft. Sitzungspräsident Technow freute sich besonders auf diese Programmpunkte, war er doch selbst zehn Jahre der Kommandant des Tanzcorps gewesen.

Die Engelskirchener bedankten sich bei den Gruppen nicht nur mit einem herzlichen „Alaaf“, sondern auch mit dem hauseigenen Schlachtruf „Kall Du“. Dieser geht der Überlieferung nach auf eine Sitzung im Jahre 1938 zurück. Nach der Rede von Fritz Lange sei es so still gewesen, dass er zu seinem Sitzungspräsidenten „Kall Du“, also „sag Du mal was“ gesagt haben soll. In Engelskirchen wurde das dann schnell zu einem geflügelten Wort.

Die dann folgenden Musikdarbietungen rissen alle Jecken mit. Bei Kasalla kletterte Jungfrau Mirijam auf die Traverse, und Sänger Bastian Campmann bedankte sich bei dem „Engelschor“, als die Frauen lautstark mitsangen. Torben Klein hatte auch noch Lieder aus seiner Zeit bei den Räubern im Gepäck und bei Brings tobte der Saal auf den Stühlen.

Zwei Damensitzungen in Engelskirchen im nächsten Jahr

Nach diesen Highlights schaffte es die Kölner „StattGarde Colonia Ahoj“ noch ein fulminantes Finale hinzulegen. Die Bläserabteilung überraschte mit Liedern wie „Seven Nation Army“ und auch Shantychor und Tanztrupp begeisterten die jecken Frauen.

Zum Abschluss hatte Sitzungspräsident Technow noch eine gute Nachricht für die Karnevalistinnen: Da die diesjährige Damensitzung so schnell ausverkauft war, wird es im nächsten Jahr wieder zwei Damensitzungen in Engelskirchen geben.

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