Eine Zufahrt zum Markt in Schleiden ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Dabei stieß ein Baggerfahrer auf einen alten Kanal, der aber kein Denkmal ist.
Nicht von den RömernBei Bauarbeiten in Schleiden wurde ein alter Kanal entdeckt

Gesperrt ist die Auffahrt auf die Sturmiusbrücke wegen der Arbeiten an Versorgungsleitungen.
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Die neue Sturmiusbrücke am Markt in Schleiden ist zurzeit gesperrt. Die Auffahrt aus Richtung Markt ist nicht befahrbar, weil Versorgungsleitungen erneuert und in die Brücke eingezogen werden. Dabei stieß der Baggerfahrer auf einen alten Kanal, der kurzzeitig für eine Unterbrechung der Arbeiten sorgte.
Die alte Brücke war bei der Flut stark beschädigt und 2024 abgerissen worden. Der Neubau war nach gut einem Jahr Bauzeit Ende Juni 2025 eröffnet worden. Die Maßnahme hatte inklusive der Wiederherstellung von zwei Stützmauern rund 2,2 Millionen Euro gekostet.
Unerwarteter Fund im Boden sorgte für Aufregung in Schleiden
„Die Leitungen waren bei der alten Brücke unter dem Bauwerk angebracht. Jetzt liegen die Leerrohre für Gas, Strom und Wasser in dem Bauwerk. Dadurch sind sie bei Hochwasser besser geschützt“, so Waldemar Brost, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt bei der Stadt. Beim Bau der alten Brücke seien in den angrenzenden Straßen auch neue Wasserleitungen verlegt worden: „Doch es gibt leider keine Unterlagen, in denen festgehalten ist, wo sie verlaufen.“

Bei den Arbeiten wurde ein gemauertes Kanalstück entdeckt, das aus der Neuzeit stammt.
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Ein unerwarteter Fund im Boden sorgte am Mittwoch für Aufregung. Bei den Arbeiten stieß der Bagger auf ein rund zwei Meter langes Teilstück eines Kanals, der schräg in Richtung Olef verlief. „Die Bauweise aus Steinen erinnert an einen Römerkanal. Wenn wir Glück haben, ist es aber ein Bürgermeisterkanal“, meinte Brost. Man sei wegen der bevorstehenden Kirmes ohnehin schon unter Zeitdruck. „Wenn der Fund aus dem Mittelalter oder der Römerzeit gewesen wäre, hätten die Arbeiten wohl länger unterbrochen werden müssen“, sagte der Fachbereichsleiter.
Kreuzung Am Markt/Sleidanusstraße wird für zwei Wochen gesperrt
Mitarbeiter des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) schauten sich laut Brost das Bauwerk genauer an und prüften, ob es sich um ein Bodendenkmal handelt: „Sie kamen aber zu dem Ergebnis, dass der Kanal aus der Neuzeit stammt.“
Geplant war, dass die Arbeiten bis zur Kirmes vom 18. bis 21. September abgeschlossen sind. Der Termin ist aber nicht zu halten. „Die Sperrung der Brücke ist gerade noch in Abstimmung. Für den Markt und die Kirmes wird sie befahrbar sein. Wahrscheinlich muss aber nach der Kirmes die Kreuzung Am Markt/Sleidanusstraße für zwei Wochen gesperrt werden“, sagte Brost. Der Wasserversorger wolle dort eine neue Wasserleitung verlegen.
Der Boulevard entlang der Olef an der benachbarten Straße „Am Driesch“ soll nach Auskunft von Brost in vier Wochen fertig sein: „Die Nebenanlagen dauern zwei Wochen länger.“ Bei der Maßnahme, die ursprünglich im April abgeschlossen sein sollte, war es laut Stadt wegen Problemen bei der Herstellung der Fundamente für die Hochwasserstützwand und Lieferschwierigkeiten bei Materialien zu Verzögerungen gekommen.
