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VerkehrssicherheitBäume im Nationalpark Eifel werden gefällt

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Blick in einen grünen Buchenwald.

Entlang von Straßen und Parkplätzen muss die Nationalparkverwaltung kranke und tote Bäume fällen. (Symbolbild)

„Natur Natur sein lassen“ lautet das Motto des Nationalpraks Eifel. Dass das nicht immer umsetzbar ist, zeigt sich nun am Kermeter.

In der kommenden Woche wird es laut auf dem sonst so ruhigen Kermeter: Die Holzfäller rücken an. Einige Bäume an Straßen und Parkplätzen müssen entfernt werden. „Das ist aber normal“, betont Fachbereichsleiter Florian Krumpen. Es geht um die Verkehrssicherungspflicht. Wie überall anderswo auch, wird jedes Jahr an den Straßen, die durch den Nationalpark führen, geprüft, ob tote Äste oder gar Bäume auf die Straße fallen könnten. Ist dem so, muss der entsprechende Baum weg.

„Klar, keinen freut das in der Nationalpark-Verwaltung, wenn wir einen groß gewachsenen Laubbaum fällen müssen“, sagt Krumpen. Doch dazu sei man gesetzlich nun mal verpflichtet. „Im Wald können wir da anders agieren“, erläutert er weiter. Dort reichten Hinweisschilder für Wanderer, dass man an dieser Stelle zügig weiter gehen sollte. „Diese Freiheit haben wir entlang von Straßen und Parkplätzen nicht“, sagt Krumpen.

Bäume bleiben als Totholz im Nationalpark Eifel liegen

In den vergangenen Jahren habe man die Fällarbeiten über den gesamte Winter verteilt erledigt, berichtet Krumpen. Das sei aber in diesem Jahr aus Personalmangel nicht möglich gewesen. Deshalb gebe es nun eine große Aktion im gesamten Kermeter mit einem externen Unternehmen zusammen.

Diesmal müssten auch mehr Bäume als in den vergangenen Jahren entfernt werden. An einigen Stellen habe man Pilzbefall festgestellt, der die Bäume instabil mache, berichtet Krumpen. Deshalb könne es schon vorkommen, dass in einer Reihe von 50 Bäumen zehn bis 15 Exemplare gefällt werden müssten.

Bei der Prüfung sei man sehr gründlich vorgegangen, so Krumpen weiter. Jeder Baum sei einzeln angeschaut und geprüft worden. Da wo es möglich sei, sollen nur einzelne Äste entfernt werden. Grundsätzlich bleibe das gesamte Holz im Nationalpark und werde nicht verarbeitet, beschreibt Krumpen das Prozedere. Je nach Möglichkeit nutze es dann als stehendes oder liegendes Totholz dem Wald und seinen Bewohnern weiterhin.