Abo

WinterfütterungDas haben die oberbergischen Vögel zum Fressen gern

2 min
Ein Vogel an einer Futterkokosnuss.

Schwanzmeisen mögen gern Körnerfutter.

Der Morsbacher Naturschutzbund gibt Tipps fürs richtige Füttern. Und lädt ein zur „Stunde der Wintervögel“.

Seit dem Wochenende ist das Oberbergische Land mit einer dicken Schneedecke überzogen, und viele Vogelfreunde beginnen jetzt verstärkt, unsere heimischen Vögel zu füttern. Der Naturschutzbund (Nabu) Morsbach appelliert dabei maßvoll und richtig zu füttern.

Schließlich kann die Ansammlung vieler Vögel an verschmutzten Futterstellen besonders in feuchtmilden Wintern zu epidemieartigem Auftreten von Erkrankungen, besonders mit Salmonellen führen. Daran gehen oft mehr Vögel zugrunde, als durch die Winterfütterung gerettet werden.

Typische oberbergische Arten

Welche Vogelarten kann man im Oberbergischen an den Futterhäuschen beobachten? Da sind zum einen Stammgäste wie Amsel, Gimpel, Haussperling, Blau- und Kohlmeise sowie der Kleiber. Weniger häufig sind Grünling, Zeisig, Rotkehlchen, Buchfink, Tannen- und Schwanzmeise anzutreffen. Selten stellen sich Kernbeißer, Goldammer und Heckenbraunelle ein. Manchmal lässt sich auch ein Buntspecht blicken.

Das Füttern und Beobachten der Vögel stellt eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, besonders Kinder an die Natur heranzuführen. Dieser erzieherische Wert der Winterfütterung ist dann sehr hoch einzuschätzen.

Für eine richtige Winterfütterung sollten die Oberberger ein paar Regeln beachtet werden:

  1. Auf Sauberkeit am Futterplatz achten; eine regelmäßige Reinigung des Futterhäuschens ist geboten.
  2. Das Futter vor Wind, Regen und Schnee schützen sowie vor Katzen und Ratten gesichert auslegen (überdachtes Vogelhaus, zweiseitig offen, oder besser ein Futtersilo).
  3. Kein gesalzenes oder gewürztes Futter (wie Speisereste, Margarine, Butter, Brot) auslegen.
  4. Maßvoll, nicht so üppig Futter auslegen (öfter kleine Mengen).
  5. Bei Frost, Schnee und Raureif mehr Futter auslegen als bei frost- und schneefreien Wintertagen.
  6. Für Körnerfresser wie Meisen   Sonnenblumenkerne, Sämereien, Hanf und Getreide auslegen.
  7. Für Weichfresser wie Rotkehlchen: Haferflocken, Obst, Rosinen, Nüsse, Fett-Kleie-Gemisch oder Wildbeeren anbieten (Meisenknödel möglichst ohne Netz).

Stunde der Wintervögel

Der Naturschutzbund (Nabu) ruft die Naturfreundinnen und Naturfreunde wieder auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon, dem Friedhof oder im Park zu zählen und zu melden.

Mit der Aktion „Stunde der Wintervögel“ möchte der Nabu ein möglichst genaues Bild von der Vogelwelt in Deutschlands Städten und Dörfern erhalten – natürlich auch in Oberberg. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und weit verbreitete Vogelarten.

Am Zählwochenende, von Freitag bis Sonntag, 9. bis 11. Januar, sollen eine Stunde lang Vögel von einem festen Platz aus im Siedlungsraum, also in der Stadt oder im Dorf gezählt werden. Notiert wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die man gleichzeitig sieht. Gezählt werden auch vorbeifliegende Vögel, egal ob einzeln oder in Schwärmen. Die Ergebnisse können bis Montag, 19. Januar, auf der Homepage des Naturschutzbundes gemeldet werden.