Volkstanz und MusikKreisgruppe Gummersbach der Siebenbürger Sachsen feierte 50. Bestehen

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Ein Dirigent leitet ein Blasorchester, das in siebenbürgischer Tracht gekleidet ist.

Das Blasorchester aus Drabenderhöhe gratulierte der Gummersbacher Kreisgruppe mit mehreren Stücken.

Neben der Gruppe Wiehl/Bielstein gibt es auch eine Gummersbacher Gruppe, die für tausende Siebenbürger Sachsen zuständig ist.

Oberberger mit Wurzeln in Siebenbürgen leben nicht nur in Drabenderhöhe, auch wenn dort die weitaus größte und älteste Kreisgruppe des Verbandes zu Hause ist. Neben der Kreisgruppe Wiehl/Bielstein gibt es auch eine Gummersbacher Gruppe, die für mehrere tausend Siebenbürger Sachsen zuständig ist, die in der Mitte des Oberbergischen Kreises zwischen Lindlar und Kierspe, vor allem aber in Marienheide und in Gummersbach-Bernberg zu Hause sind. In der Bernberger Fritz-Wippermann-Halle wurde nun auch das 50-jährige Bestehen der Kreisgruppe gefeiert.

Austausch mit den Drabenderhöher und Bielsteiner Landsleuten

Zu den Drabenderhöher und Bielsteiner Landsleuten pflegt man enge Beziehungen. Die Feierstunde wurde von Beiträgen des Blasorchesters Drabenderhöhe unter der Leitung von Michael Schumachers und der Tanzgruppe Wiehl/Bielstein unter der Leitung von Birgitt und Horst Kessmann begleitet. Kreisgruppenvorsitzender Günter Scheipner begrüßte aber auch Abordnungen der weiteren NRW-Kreisgruppen und Vertreter des Bernberger Schießvereins und der   Feuerwehr.

Günter Scheipner erinnerte in seiner Rede an die mehr als 850-jährige Geschichte der Siebenbürger Sachsen in ihrem Siedlungsgebiet in Rumänien und Ungarn und die schwierigen Umstände nach den Wirren des 20. Jahrhundert, unter denen sie ihre Heimat verlassen mussten.

Die Gummersbacher Kreisgruppe wurde 1972 gegründet, bis heute   aktiv sind die eigene Blaskapelle, die Frauen- und die Männergruppe. Die 270 Mitglieder bemühen sich mit Kinderveranstaltungen zu Ostern, im Advent und bei anderen Gelegenheiten, die Jugend mit der siebenbürgischen Kultur und Geschichte vertraut zu machen. Nach Ende der Corona-Pandemie möchte Vorsitzender Scheipner junge Leute in den Vorstand holen, um die Kreisgruppe wieder zu beleben. „Wir dürfen unsere Wurzeln nicht aufgeben“, findet Scheipner, „sondern müssen unsere Identität weitergeben.“

Prominente Gastredner nahmen diesen Gedanken auf. Grußworte gab es vom Bundes- und Landesvorsitzenden des Verbands der Siebenbürger Sachsen, Rainer Lehni, Vizelandrat Prof. Dr. Friedrich Wilke, Vizebürgermeister Jürgen Marquardt und Wolfgang Pulla als Vertreter der Evangelischen Kirche. Zum Abschluss der Feierstunde wurde das Siebenbürger Lied und die Nationalhymne gesungen.

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