HeimatmuseumDie Grüne Scheune in Drabenderhöhe läutet das 20. Jahr ein

Lesezeit 2 Minuten
Blick in einen Raum des Heimatmuseums zum Thema „Bäuerlicher Alltag“.

Bäuerlicher Alltag vor hundert Jahren wird im Museum von Barbara Venz wieder lebendig.

Einst war die Scheune eine Kornbrennerei: Barbara Venz feiert das 20-jährige Bestehen ihres Privatmuseums in Wiehl-Drabenderhöhe.

Die Grüne Scheune wird mit einem Exponat vertreten sein, wenn am Samstag, 11. Mai, das neue Stadtteilhaus in Wiehl-Drabenderhöhe eröffnet wird. Die Vitrinen im um- und ausgebauten Kulturzentrum in der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung geben einen Einblick in die kulturelle Vielfalt des Dorfes, und da darf das kleine Heimatmuseum an der Alten Kölner Straße nicht fehlen.

Von 14 bis 18 Uhr ist an diesem Tag auch die Grüne Scheune von Drabenderhöhe geöffnet und startet in die neue Saison. Barbara Venz feiert das 20-jährige Bestehen ihres Privatmuseums. Die Scheune nutzte Venz' Urgroßvater Gustav Hühn von 1884 an als Kornbrennerei, danach war sie landwirtschaftliches Gebäude. Im Jahr 2000 wurde das Haus saniert und erhielt seine   neue Bestimmung.

Grüne Scheune: Mundart-Stammtisch schnackt Höher Platt

Barbara Venz versammelte dort mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Eckhardt Gegenstände aus ihrem eigenen Haushalt, aber auch aus dem übrigen Dorf, die aus dem bäuerlichen Alltag vergangenen Zeiten berichten. Alles darf man anfassen, ob Spitzenunterwäsche, Geschirr und Brennschere, Schreib- oder Nähmaschine. Kinder lernen altes Spielzeug wie Puppen, Schlitten und Roller kennen. Im Gewölbekeller findet sich ein zwölf Meter tiefer Brunnen, eine Quelle des Wahnbachs.

Auch in diesem Jahr gibt es ein Veranstaltungsprogramm. Am Freitag, 31. Mai, 18 Uhr, trifft sich der Mundart-Stammtisch und schnackt Höher Platt. Gäste sind willkommen. Zu einem noch nicht gesetzten Termin im Juli kommen die Frauen des Bergneustädter Spinntreffs und lassen die Räder drehen. Am Samstag, 28. September, 10 Uhr, gibt eine Pflanzentauschbörse Gelegenheit, den eigenen Garten aufzuwerten. Zudem werden im Sommer wieder Autorinnen zu Gast sein, um aus ihren Büchern zu lesen.

Im Juli wird in den Bussen der Ovag für das Drabenderhöher Heimatmuseum geworben, freut sich Barbara Venz. Sie möchte, dass die Grüne Scheune auch nach der Eröffnung des Stadtteilhauses ein Treffpunkt des Vereinslebens bleibt. Der Drabenderhöher Heimatverein will sie dabei künftig stärker unterstützen. Das Museum ist nach telefonischer Vereinbarung geöffnet: (02262) 3456.

Rundschau abonnieren