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JahresbilanzWiehler Feuerwehr war bestens vorbereitet

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Gruppenbild mit Feuerwehrleuten.

Bürgermeister Ulrich Stücker (3.v.r.) und Wehrführer Jens Schmidt (hi. M.) dankten den langjährigen Mitgliedern für ihr Engagement. 

Die Wiehler Feuerwehrleute rückten im vergangenen Jahr 297 Mal aus und absolvierten 5561 Ausbildungsstunden.

Hunderte von uniformierten Feuerwehrleuten aus den Reihen der verschiedenen Einheiten der Stadt Wiehl machten es bei der Jahresdienstbesprechung   im Stadtteilhaus Drabenderhöhe augenfällig: Die Freiwillige Feuerwehr ist kein Ehrenamt wie andere. In Wiehl trifft eine auf lange Sicht wachsende Zahl von Einsätzen erfreulicherweise auf eine große Einsatzbereitschaft.

Feuerwehrchef Jens Schmidt begrüßte die Abteilungen von der Kinder- und Jugendfeuerwehr und die Einsatzeinheiten über den Musikzug bis zur Ehrenabteilung. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 452 Wiehler, die sich in der Wehr engagierten. Die Dienstbesprechungspräsentation der Wehrführung schlüsselte auf, dass in der Einsatzabteilung 250 Feuerwehrleute zur Verfügung stehen, 37 kommen dazu in der Tagesalarmbereitschaft und 20 Aktive ohne Einsatzdienst.

294 Mal musste die Wiehler Wehr ausrücken

Im Musikzug haben sich zehn Feuerwehrleute engagiert. Zu den Nachwuchskräften der Jugendfeuerwehr zählen 65 Aktive, 22 Kinder sind es in der Kinderfeuerwehr. In der Ehrenabteilung befinden sich derzeit 48 Wehrleute. Damit es auch künftig nicht an Nachwuchs mangelt,   will die Wiehler Feuerwehr ihre digitale Präsenz in den Sozialen Medien verstärken und Einblick in den Alltag der Feuerwehren geben.

Zu tun gibt es genug, zeigte der Bericht der Wehrführung: Im Jahr 2025 wurde die Wiehler Feuerwehr zu 294 Einsätzen gerufen worden, davon waren 74 Brandeinsätze, 156 technische Hilfsleistungen bei Unfällen oder Umweltgefahren. Außerdem gab es 64 Fehlalarme.

Brandschutzbedarfsplan für Wiehl ist ehrgeizig

Der Brandschutzbedarfsplan soll gewährleisten, dass den Ehrenamtlern die erforderliche Infrastruktur zur Verfügung steht. So ist der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Drabenderhöhe geplant. Ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug gab es im Jahr 2025 für die Einheit in Oberwiehl, das alte Fahrzeug wurde zum Standort auf dem Gelände der Firma Kampf im Bechtal überführt.

Zuletzt übergab Bürgermeister Ulrich Stücker zwei neue Drehleiter-Fahrzeuge jeweils an die Einheiten in Oberwiehl und Drabenderhöhe – was allein mit einem Investitionsvolumen von rund 2,15 Millionen Euro verbunden war. „Wir haben große Investitionen für hochtechnische Fahrzeuge getätigt, die wichtig sind für die Sicherheit der Bürger und für die Feuerwehrleute“, sagte Stücker in seinem Grußwort bei der Jahresdienstbesprechung. „Sie alle hier im Saal leben Ehrenamt, vielen Dank für Ihr Engagement.“

Lernen statt Löschen

Mit neuer Technik geht aber immer neuer Ausbildungsbedarf und Wartungsaufwand einher, was Wehrführer Jens Schmidt auch kürzlich auch im zuständigen Fachausschuss des Stadtrats angemerkt hatte. Feuerwehrdienst ist mehr Lernen als Löschen, wie im Ausbildungsbericht deutlich wurde: In der Grundausbildung geht es um Fahrzeug- und Gerätekunde, Retten und Selbstretten, Brandbekämpfung oder Technische Hilfe.

Zudem haben die Feuerwehrleute an Fach- und Funktionsausbildungen wie   Atemschutz oder Umgang mit der Motorsäge teilgenommen. Das waren insgesamt 5561 Ausbildungsstunden für insgesamt 232 Teilnehmer, 48 eigene Ausbilder führten 1045 Lehrgangsstunden aus, berichtete die Wehrführung.

Zum Programm einer Jahresdienstbesprechung gehört der Applaus für die zu Kameradinnen und Kameraden, die nach vorne gerufen werden, etwa bei den Beförderungen. Zum Brandinspektor ernannt worden sind Jan Tchorrek, Christopher Gandenberger und Michele Daub. Außerdem gab es viel Anerkennung für die Ehrungen nach zehn, 35, 40 oder 50 Jahren im Feuerwehrdienst. Herausragend: Reinhold Ley bekam die Ehrenurkunde in Gold für 80-jährige Mitgliedschaft.

Grußworte hielten neben Bürgermeister Stücke auch Harald Langusch als stellvertretender Landrat und Frank Hartkopf als stellvertretender Kreisbrandmeister. Dieser dankte in seiner Rede im Namen aller Bürgerinnen und Bürger den Feuerwehren in Oberberg, die als „Stabilitätsanker in den Kommunen kreisweit unterstützt“. Harald Langusch lobte die wertvolle Arbeit der Feuerwehr. Sie sei mit ihrem Fachwissen stets bestens auf die Einsätze vorbereitet.


Die Geehrten

80 Jahre: Reinhold Ley.

50 Jahre: Ulrich Schmidt, Hans-Jörg Weißkopf, Bernd Müller, Wolfgang Schmitz, Lothar Stock, Hans-Dieter Bitzer, Horst Kleinauski.

40 Jahre: Boris Becher, Ulrich Fest.

35 Jahre: Stephan Voigt, André Denni, Kay-Christian Jansen.

10 Jahre: Fabian Krause, Dennis Dreibholz, Philip Gläser, Marvin Karger, Nele-Sophie Mieß, Angelina Braun, Timon Lemmer, Jakob Breidenbach, Jonas Taufenbach.