Vertreterversammlung der VR Bank Bergisch Gladbach – Leverkusen beschließt fünf Prozent Gesamtdividende
WirtschaftStarke Bilanz für die VR Bank Bergisch Gladbach

Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Büscher (großes Foto, l.) zog bei der Vertreterversammlung Bilanz, Dr. Nicole Steinmetz, Marcus Otto und Alexander Dederichs (kl. Foto) wurden in den Aufsichtsrat wiedergewählt.
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Trotz wirtschaftlich unsicherer Zeiten blickt die VR-Bank Bergisch Gladbach-Leverkusen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Bei der Vertreterversammlung stellte Vorstandsvorsitzender Thomas Büscher ein Ergebnis vor, das den Mitgliedern erneut eine attraktive Dividende sichert und der Genossenschaftsbank zugleich Spielraum für weiteres Wachstum verschafft.
Die Bilanzsumme der Bank stieg im vergangenen Jahr um 5,4 Prozent. Besonders deutlich legten die Kundeneinlagen zu: Sie wuchsen um 7,8 Prozent auf 2,34 Milliarden Euro. Auch das Kundenkreditgeschäft entwickelte sich positiv und erhöhte sich um 1,7 Prozent. Das Betriebsergebnis vor Bewertung erreichte 37,1 Millionen Euro und lag damit über dem Durchschnitt vergleichbarer Volks- und Raiffeisenbanken. Der Jahresüberschuss belief sich auf 7,5 Millionen Euro.
Einstimmiger Beschluss
Die Vertreterversammlung beschloss einstimmig die Verwendung des Bilanzgewinns. Mitglieder erhalten eine Dividende von drei Prozent sowie zusätzlich eine Bonusdividende von zwei Prozent. Insgesamt fließen damit rund 1,65 Millionen Euro an die Anteilseigner zurück. Weitere Mittel werden den Rücklagen zugeführt, um die Eigenkapitalbasis der Bank zu stärken.
Büscher nutzte die Versammlung zugleich für einen Blick nach vorn. Die geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten würden die Finanzbranche weiterhin begleiten. Dennoch rechne die Bank für 2026 mit einer stabilen Entwicklung, so Büscher, auch im Namen seiner Vorstandskollegen Alexander Litz und Volker Wabnitz.
KI spielt große Rolle
Keine geringe Bedeutung misst der Vorstand dabei dem Einsatz Künstlicher Intelligenz bei. Moderne Technologien sollen Prozesse beschleunigen und Mitarbeitende entlasten. Gleichzeitig betonte Büscher, dass die persönliche Beratung auch künftig das entscheidende Alleinstellungsmerkmal der Genossenschaftsbank bleibe. „Die Technologie sorgt für Tempo. Das Gespräch schafft Vertrauen“, sagte er. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom aus dem Mai 2026 versprechen sich auch fast 60 Prozent der Deutschen in der Finanzberatung Vorteile von KI-Anwendungen.
Der Prüfungsverband Geno-Verband erteilte dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank sei geordnet, die Eigenkapitalausstattung erfülle die aufsichtsrechtlichen Anforderungen deutlich. Ebenso stellte der Aufsichtsrat dem Vorstand Bestnoten aus.
Auf eine Nachfrage aus der Vertreterschaft zu möglichen Kreditausfällen verwies der Vorstand auf eine Risikovorsorge von rund acht Millionen Euro. Diese bedeute jedoch nicht automatisch tatsächliche Ausfälle, sondern diene der Absicherung möglicher Risiken im Kredit- und Wertpapiergeschäft.
Einstimmig beschlossen die Vertreter zudem die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Auch die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Dr. Nicole Steinmetz, Alexander Dederichs und Marcus Otto wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Für zehn Jahre im Aufsichtsrat wurde Sylvia Schönenbröcher geehrt.
Mit Blick auf die Zukunft erinnerte Büscher daran, dass die VR-Bank im kommenden Jahr ein besonderes Jubiläum feiern wird: 2027 wird das Institut 150 Jahre alt. Die Geschichte der Bank zeige, dass technischer Wandel und persönliche Nähe kein Widerspruch seien – ein Leitgedanke, mit dem die Genossenschaftsbank auch in die nächsten Jahre gehen will.
