Schlechte Nachrichten für alle Bahnfahrer: Die RB25 sollte eigentlich in zwei Wochen wieder nach Plan fahren. Doch daraus wird nichts.
VerzögerungenTotalsperrung der RB25 dauert länger als geplant

Ab wann die RB25 nun von Gummersbach nach Köln fährt, ist zurzeit wieder offen.
Copyright: Torsten Sülzer (Archivfoto)
Eigentlich sollte die RB25 ab Samstag, 8. August, wieder planmäßig zwischen Köln und Lüdenscheid verkehren. Doch daraus wird nichts – weil die Arbeiten auf verschiedenen Baustellen zwischen Köln und Gummersbach nicht abgeschlossen sein werden. „Fest steht, es kommt zu Verzögerungen bei den Bauarbeiten“, heißt es in einer Mitteilung, die die zuständige DB-Pressestelle in Düsseldorf am Freitag auf Anfrage dieser Zeitung verschickt hat. Gründe wurden zunächst nicht genannt, Konsequenzen auch nicht: Was das für die Fahrgäste der RB25 konkret bedeutet, darüber will man die Öffentlichkeit am Montag informieren.
Maßnahmen-Bündel
Die Bauplaner von der DB InfraGO der Bahn hatten vor Beginn der großangelegten Sanierung versprochen, dass das rund 20 Millionen Euro teure Maßnahmen-Bündel den Fahrgästen der RB25 nach Abschluss der Arbeiten deutliche Verbesserungen bringen würden.
In Ründeroth will die Bahn etwa einen Zugang vom neuen Parkplatz auf der anderen Gleisseite herstellen. Anders als vom alten Bahnhof aus sollen die Fahrgäste dort über einen barrierefreien Überweg über die Gleise zum Mittelbahnsteig gelangen können – das zu tun, hatte die Bahn übrigens schon vor zehn Jahren zugesagt.
Neben Korridorsanierung, Erneuerung des Gleisbetts und Grünschnitt sollten bis 8. August in Wiehlmünden die Brücke über den Fußgängerweg Hammerwiese abgerissen und neugebaut werden. Weitere größere Bauarbeiten finden im Rheinisch-Bergischen Kreis statt, etwa der aufwendige Ausbau eines Bahnübergangs in Overath, die Sanierung des Rösrather Bahnhofes und die Verlängerung des Bahnsteigs in Hoffnungsthal auf eine Richtlänge von 170 Metern. Ein großes Projekt ist der Neubau des Haltepunkts in Overath-Vilkerath.
ÖPNV-Investitionen
Derweil hat die Verbandsversammlung des Zweckverbands go.Rheinland jetzt das ÖPNV-Investitionsprogramm bis 2030 verabschiedet. Einige der Vorhaben sind für Oberberg geplant. „Kommunen und Verkehrsunternehmen sind nun aufgefordert, prüffähige Finanzierungsanträge einzureichen und Baurecht herzustellen“, so der Zweckverband.
Dazu gehört der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle in Morsbach-Alzen (268.300 Euro); der barrierefreie Ausbau von elf Bushaltestellen in Nümbrecht (1,2 Mio. Euro) und von zehn Haltestellen in Reichshof (408.600 Euro) – in allen drei Fällen entsprechen die Zuwendungen den Gesamtkosten. Beantragter Baubeginn ist jeweils noch in diesem Jahr.
