Vor allem auf WiesenForstamt und Feuerwehr warnen vor Brandgefahr im Bergischen

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Vor erhöhter Brandgefahr (hier: ein Waldbrand bei Bärbroich im Jahr 2020) warnt das Regionalforstamt Bergisches Land.

Vor erhöhter Brandgefahr (hier: ein Waldbrand bei Bärbroich im Jahr 2020) warnt das Regionalforstamt Bergisches Land.

Bergisches Land – Was für Erholungssuchende herrlich ist, kann derzeit schnell brandgefährlich werden. Die Frühlingssonne hat vor allem auf Wiesen die Brandgefahr dramatisch erhöht. „Bei Grasland gilt bereits die Gefahrenstufe 4 – von insgesamt fünf Stufen“, sagt Kay Boenig, Leiter des Regionalforstamts Bergisches Land. Er warnt daher: Spaziergänger sollten besonders vorsichtig sein.

Konkret bedeute das für Erholungssuchende, so Boenig, auf Nachfrage, das Auto nicht auf grasiger Oberfläche abgestellt werden sollten. „Sonst könnte es wegen der Hitze zum Beispiel vom Katalysator nicht nur leicht einen Wiesen- oder Waldbrand geben, sondern auch das eigene Auto wäre hin.“

Vize-Kreisbranmeister warnt: Brände können sich schnell ausbreiten

Außerdem, so warnt der stellvertretende Kreisbrandmeister, Roger Machill, bestehe die Gefahr, dass sich solche Brände sehr schnell ausbreiteten. Die Feuerwehren seien zwar gerüstet, eine effektive Brandbekämpfung von Wald- und Flächenbränden hänge jedoch maßgeblich von der Erreichbarkeit des Feuers ab.

„Für die Brandbekämpfung wird es in der Regel erforderlich, dass die Feuerwehr mit Einsatzfahrzeugen in die Wälder fahren oder die Brandstellen über Feldwege erreichen kann“, so Machill. Aufgrund der heftigen Stürme in den vergangenen Monaten ist allerdings nicht ganz auszuschließen, dass in den Wäldern der eine oder andere Fahrweg durch umgestürzte Bäume noch blockiert ist.

Zur Brandbekämpfung und vor allem zum Schutz des Waldes seien Waldeigentümer daher aufgefordert, die Fahrwege freizuhalten, so der stellvertretende Kreisbrandmeister.

Auch Schlagabraum im Wald ist leicht entzündlich

Im Wald selbst gelte zwar bislang noch die Waldbrandgefahrenstufe drei, weil es bis Ende Februar noch viel Niederschlag gegeben habe, so Regionalforstamtsleiter Boenig. Aber es liege derzeit noch viel Schlagabraum von den Forstarbeiten aufgrund der durch Hitze und Schädlingsbefall abgestorbenen Fichten im Wald. „Das ist natürlich auch ein schnell entzündliches Brandmaterial“, so Boenig.

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Vor allem trockenes Gras und Farn aus dem Winter seien im Frühjahr häufig der Grund für erhöhte Brandgefahr am und im Wald. Ausgelöst werden könnte solch ein Brand schon durch eine achtlos weggeworfene Glasflasche, die in der Frühlingssonne wie ein Brennglas wirken könne. „Im Wald zu rauchen, ist natürlich ohnehin verboten“, erinnert Regionalforstamtsleiter Boenig. Die erhöhte Brandgefahr sei auch für die kommenden Tage noch vorhergesagt, so Boenig mit Blick aufs Wochenende.

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