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Emotionale Worte der Mitarbeiter Weitere Tote nach Ausbruch in Bedburger Pflegeheim

Im Pflegeheim Pro8 in Bedburg hat es einen Corona-Ausbruch gegeben.

Im Pflegeheim Pro8 in Bedburg hat es einen Corona-Ausbruch gegeben.

Bedburg – Die Zahl der Todesfälle nach einem Corona-Ausbruch im Bedburger Pflegeheim Pro8 ist auf elf gestiegen. „Es ist ein sehr schwerwiegender Ausbruch mit einer hohen Sterblichkeit“, sagt Kreispressesprecher Marco Johnen.

Dem Vernehmen nach waren bis jetzt 37 Bewohner beziehungsweise Pflegekräfte in der Einrichtung mit dem Coronavirus infiziert. Aktuell gelten noch 22 Menschen als positiv und sind in Quarantäne. Erst kurz vor dem Ausbruch waren Bewohner und Personal geimpft worden, allerdings konnte die Impfung offenkundig noch keine Wirkung entfalten.

Laut Johnen seien die Infektionszahlen im Kreis nach Weihnachten gestiegen. „Die Fälle, die mutmaßlich durch Weihnachtsbesuche ausgelöst worden waren, wurden dann Ende Dezember bekannt.“

Alles zum Thema Impfung

Mitarbeiter des Bedburger Heims melden sich bei Facebook zu Wort

„Wir können nur immer wieder bitten und mahnen, sich an die geltenden Vorschriften zu halten und die Kontakte radikal einzuschränken, damit die Opferzahl nicht weiter steigt“, sagt der Bedburger Bürgermeister Sascha Solbach. Im sozialen Netzwerk Facebook melden sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des auf Demenzkranke spezialisierten Heims zu Wort und versuchen, die schwierige Lage zu schildern. So sei es den schwer an Demenz leidenden Bewohnern schon krankheitsbedingt nicht abzuverlangen, dass sie auf ihren Zimmern blieben, Abstand hielten oder dauerhaft eine Maske trügen. Zudem hätten viele Bewohner gleich mehrere Vorerkrankungen.

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Das Personal unternehme alles, um Infektionen zu vermeiden. „Wir sind diejenigen, die in kompletter Schutzmontur stundenlang arbeiten müssen – Schutzkittel, Schutzhaube, FFP2-Masken, und sogar Schutz für die Schuhe“, schreibt eine Frau, die nach eigenem Bekunden in dem Heim arbeitet. „Wir sind physisch und besonders psychisch absolut ausgelaugt.“

Die Mitarbeiter würden täglich mit Schnelltests auf das Virus untersucht, auch Angehörige, die das Heim besucht hätten, hätten sich Schnelltests unterziehen müssen. „Wir haben alles getan und tun es immer noch und setzen uns jeden Tag der Gefahr aus, uns selbst anzustecken.“