Umgestaltung der InnenstadtSanierung der Carl-Schurz-Straße in Liblar macht Fortschritte

Lesezeit 3 Minuten
Baustellabsperrungen an Carl-Schurz-Straße in Liblar.

Die Geschäfte an der Liblarer Carl-Schurz-Straße kann man derzeit nur zu Fuß erreichen.

Rund fünf Millionen Euro kostet die Sarnierung der belebten Straße in Liblar. Das Projekt läuft bisher weitesgehend nach Plan.

Auf dem ersten Abschnitt der Carl-Schurz-Straße, der umgestaltet worden ist, rollt der Verkehr längst wieder. Allerdings langsam, mit Tempo 20, so wie es die Planung vorsieht. Denn das Ziel des Großprojekts ist eine Straße, an der man gern wohnt und an der das Einkaufen Spaß macht.

Geschäfte nur zu Fuß erreichbar

Das Stück zwischen Köttinger Straße und Bahnhofstraße vermittelt schon einen ersten Eindruck davon, auch wenn noch der rote Asphalt für den Fahrradstreifen fehlt. Von Aufenthaltsqualität kann allerdings auf der Strecke zwischen Bahnhofstraße und Marienplatz nicht die Rede sein. Dort ist die Straße komplett gesperrt und aufgerissen, die Geschäfte sind nur für Fußgänger zu erreichen.

Dirk Schulz, technischer Beigeordneter der Stadt vor der Baustelle.

Dirk Schulz, technischer Beigeordneter der Stadt.

Dirk Schulz, Technischer Beigeordneter der Stadt, ist zufrieden mit dem Baufortschritt seit dem ersten Spatenstich im März vergangenen Jahres. Und mit der Arbeit der Baufirma Willy Dohmen. Die neue Straße wird nicht als einheitliche Fläche gestaltet, sondern bekommt wieder Bürgersteige. Unter denen werden die Versorgungsleitungen verlaufen – was den Vorteil hat, dass bei einem Schaden nicht der Asphalt aufgerissen werden muss, sondern nur das Pflaster.


Neuer Stadtteilbeirat

Bürger und Bürgerinnen aus Liblar können bei der Umsetzung des Masterplans mitreden. Der Stadtteilbeirat entscheidet über die Vergabe der Fördermittel aus dem Verfügungsfonds. 2019 wurde der Beirat gegründet, jetzt wird er turnusgemäß neu besetzt. Dazu findet am Dienstag, 7. Februar, 18 Uhr, eine Informationsveranstaltung im Kleinen Sitzungssaal des Liblarer Rathauses statt.

Der Stadtteilbeirat, dem auch Politiker und Organisationen aus Liblar angehören, tagt vierteljährlich. In der vergangenen Amtsperiode hat er beispielsweise über die Boulebahn im Stadtgarten, die Liegebänke im Schlosspark und die Weihnachtsbeleuchtung im Erftstadt-Center entschieden. Wer an einer Mitarbeit in dem Gremium interessiert ist, kann sich beim Stadtteilmanagement „Mein Liblar“, Carl-Schurz-Straße 111, 02235/9829189, melden, und zwar dienstags, 9 bis 13 Uhr, und donnerstags, 14 bis 18 Uhr. Informationen gibt es auch auf der Projekthomepage. info@mein-liblar.de www.mein-liblar.de/ Verfuegungsfonds/


Helles Pflaster Mitte Februar oder Anfang März soll mit den Arbeiten am Carl-Schurz-Platz begonnen werden, 2024 dann am Marienplatz. Beide Projekte müssen mit anderen Vorhaben abgestimmt werden: Am Carl-Schurz-Platz will der Bauverein ein Haus abreißen und neu bauen, am Marienplatz steht der Umbau das alten Esserhofs an. Einen Eindruck, wie die Freiflächen später aussehen werden, vermittelt der Viry-Chatillon-Platz, der schon mit neuem, hellen Pflaster versehen ist. Dort findet künftig auch wieder der Wochenmarkt statt, der vorübergehend auf den Marienplatz ausgewichen war.

Projekt ohne böse Überraschungen vorangegangen

Rund fünf Millionen Euro wird die Umgestaltung der Straße samt der anliegenden Plätze kosten. Das Projekt ist Teil des Masterplans Liblar, der den Stadtteil aufwerten soll und vor allem der geschichtsträchtigen Carl-Schurz-Straße ihre alte Bedeutung zurückgeben soll. Bisher, so Schulz, sei das Bauprojekt ohne böse Überraschungen vorangegangen. Bis auf die Tatsache, dass mittlerweile die Straße Am Hahnacker „darniederliege“. Über diese Straße wird derzeit auch der Busverkehr geleitet, die Fahrbahn ist marode.

Die Kritik einiger Liblarer, es würden zu wenig Bäume an der neuen Carl-Schurz-Straße gepflanzt, kann der Beigeordnete verstehen: „Das würde man heute vermutlich anders planen.“

Rundschau abonnieren