WindeckVor 25 Jahren wurde aus der zerfallenen Wasserburg Mauel ein Restaurant

Copyright: Harald Röhrig
Windeck – Vor 26 Jahren kaufte Klaus Lenz die zerfallene Wasserburg Mauel und begann zusammen mit seinem Freund und Schwiegersohn Hans Schmid, sie vor dem Verfall zu retten.
Es war eine Riesenaufgabe, das marode Gebäude instand zu setzen. Denn das denkmalgeschützte Gebäude glich damals mehr einer Ruine. Von den zusammengebrochenen Treppen im Erdgeschoss und Keller konnte man zum Beispiel bis in die Dachsparren und sogar bis in den Himmel sehen.
Die Aktion war ein Kraftakt, sagt Klaus Lenz heute. Aber er konnte auf Erfahrungen mit der Renovierung alter Häuser bei Gebäuden in Siegburg und Troisdorf zurückgreifen. Große Mengen Bauschutt und Abraum mussten abgefahren werden.
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Aber schon ein Jahr später konnten Restaurant und Weinstube Burg Mauel in den drei Kellergewölben eröffnet werden. Über dem Lokal, das jetzt Silberjubiläum feiern kann, wurden Wohnungen eingerichtet.
Erbaut im 15. Jahrhundert
„Damals starteten wir auch einen Biergarten mit 20 Plätzen“, erinnert sich Inhaberin Mareike Köhl, die Tochter von Klaus Lenz. Heute bietet der Biergarten Platz für 140 Gäste. Er wird sehr gern von Wanderern, Rad- und Motorradfahrern frequentiert, aber auch von vielen Stammgästen.
Besondere Plätze über dem Wasser gibt es in der Lenz-Klause, die zusammen mit der Dinnerlaube auch regensichere Plätze bietet. In der Burg finden neben regelmäßigen Konzerten und anderen Kulturveranstaltungen auch Rittermahlzeiten statt, bei denen es im historischen Ambiente des Gewölbekellers immer recht zünftig zugeht. Auch mittelalterliche Dinner-Krimis werden in der idyllischen Anlage geboten.
Vermutlich wurde die zweistöckige Wasserburg Mauel Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut. Im 16. Jahrhundert wurde sie zum ersten Mal in Schriften erwähnt. Die ursprüngliche vorhandene Zugbrücke der Burg über den Wassergraben kann man heute nicht mehr bestaunen, sie wurde abgerissen und durch drei feste Bogenbrücken ersetzt.
