Aber das ist ja die Masche der Gegner von Impfung und Corona-Maßnahmen: Statt in großen Demonstrationen aufzutreten, die sie anmelden müssen, haben sie sich auf das Erscheinen in kleinen Grüppchen in kleinen Orten verlegt. Aber auch hier steigt die Zahl der Teilnehmer von Woche zu Woche. Ihr friedliches Flanieren wird (noch) von Polizei und Ordnungskräften toleriert – obwohl die Aktionen in den meisten Fällen nicht angemeldet sind.
Offene Diskussionen wollen „Spaziergänger“ wohl nicht führen
Namentlich möchte sich offenbar keiner der „Spaziergänger“ dazu bekennen, offene Diskussionen wollen nur wenige Teilnehmer führen. Auch der Eitorfer Bürgermeister Rainer Viehof hatte die „Montagsspaziergänger“ angesprochen – aber nur wenige der Teilnehmer nahmen das Angebot an. Eine Woche später, als Viehof erneut mit ihnen sprechen wollte, mied die Gruppe dann lieber den Bereich um das Rathaus.
Eine Aussage wollen die Teilnehmer aber dennoch mit ihren Auftritten machen, sonst würden sie ja nicht auf die Straße gehen. Sie wollen irritieren, gegen den Staat sein und weisen mit den Lichtern auf die politische Nähe zu anderen Kundgebungen hin, die im rechten Spektrum anzusiedeln sind. Das wird nicht auf alle Teilnehmer an den „Montagsspaziergängen“ zutreffen, aber diese sollten sich dringend überlegen, mit wem sie da gemeinsam auf die Straße gehen.
Die Menschenkette in Siegburg, die auf Initiative von Bürgermeister und Ratsfraktionen initiiert wurde und die viele Institutionen in der Stadt unterstützten, zeigt dagegen eine beeindruckende Geschlossenheit. Die anderen Kommunen sollten sich an Siegburg ein Beispiel nehmen und auch so deutlich Flagge zeigen.