Neuzugang der Baskets überzeugt – Double-Double für Jeff Garrett – Tylan Birts setzt verletzt aus
Baskets sind erfolgreichJalen Finch feiert gelungene Premiere

Neuzugang Jalen Finch (rechts) wird vom Jenaer Alex Herrera gefoult, sein Debüt war vielversprechend.
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Ein verdienter Sieg mit 28 Punkten Vorsprung, ein gelungenes Debüt von Jalen Finch und ein Double-Double von Jeff Garrett – die Telekom Baskets Bonn verlebten beim 92:64 (37:21, 11:15, 25:17, 19:11) gegen Science City Jena einen unterhaltsamen Abend vor 5599 Zuschauern im Telekom Dome.
Die Fans hatten schon vor dem Sprungball Grund zum Feiern. Patrick Heckmann, Ende November erst nachverpflichtet, verlängerte seinen Vertrag bis Sommer 2027. Er rückte für Tylan Birts (Fußverletzung) in die erste Fünf. Damit beantwortete sich auch die Frage, welcher nichtdeutsche Spieler für den jüngst geholten Jalen Finch aussetzen musste.
Der Start brachte Ungewohntes mit sich. Die Gastgeber legten zum 8:2 (2.) vor, Joel Aminu versenkte zwei Dreier. Die Quote aus der Distanz ist nicht nur Aminus Achillesferse, sondern die der gesamten Mannschaft – auch deswegen wurde Dreierspezialist Finch verpflichtet. Er betrat beim Stand von 14:14 (6.) für Grayson Murphy das Feld und brachte frischen Schwung ins Bonner Spiel. Eine Vorlage für einen Dreier von Cooks, ein spektakulärer Block und ein Dreier zum 25:16 (7.) zeugen von einer vielversprechenden Premiere.
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Wenig später übte sich Alijah Comithier als Wand, einen Wurf von William McNair schickte er in die Zuschauerränge. Die Offensive agierte wie aus einem Guss, Lohn waren 37 Punkte im ersten Viertel – Saisonrekord. Von elf Dreierversuchen nutzten die Hausherren sieben (64 Prozent).
Bis zur Pause setzten sich die Bonner weiter ab. Egal, wen Stankovic auch einwechselte, Konzentration und Fokus blieben auf einem hohen Niveau: „Wir sind sehr zufrieden, wie die Mannschaft nach einer schwierigen Trainingswoche mit Verletzungen und einem neuen Spieler reagiert hat. Die Spieler haben mit gutem Fokus unseren Gameplan umgesetzt“, sagte der Coach.
Finch übte einen positiven Einfluss auf Aminu und Cooks aus, die neben dem Neuzugang eine gute Leistung zeigten. Das 43:24 (14.) spiegelte das Kräfteverhältnis entsprechend wider.
Jena war anzumerken, dass nach der Trennung von Point Guard Tavian Dunn-Martin eine ordnende Hand im Spielaufbau fehlt. Da die Gäste jedoch nie aufsteckten, konnte Bonn sich nicht weiter absetzen (48:36, 20.). Stankovic wusste auch warum: „Wir müssen unsere Fouls besser nutzen und viel öfter zum Korb ziehen.“
Im dritten Viertel beherzigten die Baskets die Vorschläge ihres Trainers, zumal von der Dreierlinie nicht mehr viel zusammenlief und die Quote auf 35 Prozent (7/20) gesunken war. Den ersten Matchball vergaben die Bonner nach dem 58:41 (25.), denn sie kassierten direkt acht Punkte in Folge. Als der Vorsprung auf 59:51 (27.) geschmolzen war, nahm Stankovic eine Auszeit und forderte erneut mehr eins-gegen-Eins-Abschlüsse.
Die Rheinländer setzten nun zum finalen Stoß an, erhöhten den Druck in der Defense sowie auf den Korb der Thüringer und glänzten mit klugen Aktionen. Nach dem 73:53 (30.) war der Sieg unter Dach und Fach, denn die Baskets fanden immer die passende Antwort auf neue Ideen des Gegners, der währen der gesamten 40 Minuten nicht ein einziges Mal führte.
„Das war eine sehr wichtige Partie für uns. In unserem letzten Heimspiel haben wir gegen Rostock verloren, es war wichtig für uns, im Telekom Dome wieder zu gewinnen. Die Defense war aggressiv über das ganze Feld über das gesamte Spiel, was zu 22 gegnerischen Ballverlusten geführt hat. So konnten wir viele Schnellangriffe laufen. Gegen die Switch-Defense hatten wir ein paar Probleme und waren nicht zufrieden damit, wie wir die daraus kreierten Eins-gegen-Eins-Vorteile ausgenutzt haben. Das ist etwas, bei dem wir uns weiterentwickeln müssen. Ich gratuliere meinen Spielern zu der Leistung“, so Stankovic.
Weiter geht es am Karnevalssamstag um 20 Uhr mit dem Heimspiel gegen die Hamburg Towers, für das es morgen ab 12 Uhr noch 100 Restkarten im Internet gibt.
Bonn (Punkte/Dreier): Garrett (20/4), Comithier (19/2), Cooks (13/1), Aminu (13/3), Heckmann (8), Murphy (8), Kessens (4), Finch (4/1), Jongkuch (2), Jostmann (1); Rebounds: 37 (Garrett 10); Assists: 20; Ballverluste: 9; Trefferquote Feld: 47,3 % (35/74); Dreierquote: 33,3 % (11/33).
Jena (Punkte/Dreier): Wieskamp (17/3), Herrera (9), Bohannon (7/1), Bank (6), Braxton (6), Christen (6/2), Iroegbu (5), McNair (5), Krause (3), Carter; Rebounds: 37 (Bank 7); Assists: 17; Ballverluste: 22 (Iroegbu 7); Trefferquote Feld: 43,9 % (25/57); Dreierquote: 35,0 % (7/20).
