Zu viele Fehler sorgen für eine Bonner 77:81-Niederlage gegen Rostock – Zwischenzeitlich 20 Punkte Rückstand
HeimniederlageBaskets betreiben Ergebniskosmetik

Der Bonner Joel Aminu (rechts) wird von Rostocks DeAndre Lansdowne abgeräumt. So lief es die meiste Zeit bei der Baskets-Niederlage.
Copyright: Jürgen Schwarz
Einige der 6000 Zuschauer im ausverkauften Telekom Dome waren schon auf dem Heimweg, als sich die Telekom Baskets zu einem Comeback-Versuch aufmachten. Beim Stand von 49:69 (26.) sahen sie gegen die Rostock Seawolves wie der sichere Verlierer aus, dann verkürzten sie Punkt um Punkt und lagen kurz vor Schluss nur noch mit 74:80 (40.) zurück. Zum Sieg reichte es angesichts schwacher Wurfquoten dennoch nicht, die Baskets unterlagen mit 77:81 (26:30, 17:23, 13:18, 21:10).
Dass es für Bonns Trainer Marko Stankovic kein schöner 42. Geburtstag werden würde, zeichnete sich schon im Eröffnungsviertel ab. Sein Team leistete sich zu Beginn zahlreiche Ballverluste, der Coach nahm nach dem 7:16 (4.) eine Auszeit und schimpfte über die löchrige Defense, die oft einen Schritt zu spät kam.
Als sie das Manko behoben und auch beim Defensiv-Rebound beherzter zupackten, legten sie zum 23:21 (8.) vor – es sollte die einzige Führung bleiben, denn am Viertelende hieß es 26:30 (10.).
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Bis zur Pause wuchs der Rückstand, der beim 34:44 (15.) erstmals zweistellig war, so wie auch beim Gang in die Kabine (43:53, 20.). Über die schwache Leistung konnte auch der Alley-oop-Dunk von Kur Jongkuch über Bent Leuchten auf Pass von Zach Cooks nicht hinwegtäuschen. Zur Pause hatten die Baskets eine Feldwurfquote von nur 36 Prozent (14/39) und eine Dreierquote von 31 Prozent (5/16).
Im dritten Abschnitt drohten die Hausherren dann nach dem 49:69 in ihre Einzelteile zu zerfallen, doch angetrieben von Tylan Birts, Jeff Garrett und Grayson Murphy, der die Hälfte aller Bonner Assists gab, betrieben sie Ergebniskosmetik, die noch Einfluss auf den direkten Vergleich haben könnte.
„Das war von unserer Seite aus kein gutes Spiel. Ehrlich gesagt, sind diese minus vier Punkte fast ein kleines Wunder. Die Gäste hätten es vielleicht sogar verdient, mit größerem Abstand zu gewinnen. Wir hatten bereits im ersten Viertel viele individuelle Fehler in der Defense und dabei auch taktisch mehr Fehler als noch zuletzt gemacht. Sie haben Rostock einfache Abschlüsse am Korb ermöglicht. In der ersten Halbzeit hat der Gast 30 Punkte in der Zone erzielt, alle direkt unterm Korb. In der zweiten Hälfte haben wir das etwas besser organisiert, aber es war nicht ausreichend. Wir sind zu spät aufgewacht. Rostock hat am Ende das Tempo etwas herausgenommen, was es uns erlaubt hat, wieder näher heranzukommen. Das war eines unserer schwächsten Spiele in letzter Zeit, wir müssen analysieren, warum wir diese Fehler gemacht haben und was wir besser machen müssen“, sagte Stankovic mit saurer Miene.
Weiter geht es am Samstag um 18.30 Uhr mit dem Rückspiel in Rostock: „Da müssen wir besser vorbereitet sein, heute haben wir gerade in der Zone zu viel zugelassen“, sagte Center Mike Kessens: „Die erste Halbzeit war von uns nicht okay, wir haben uns nicht ausreichend konzentriert.“
Bonn (Punkte/Dreier): Birts (16/4), Comithier (16/2), Garrett (10/2), Heckmann (9/1), Kessens (8), Aminu (7), Murphy (5/1), Jongkuch (4), Cooks (2); Rebounds: 43 (Garrett 7); Assists: 20 (Murphy 10); Ballverluste: 17; Trefferquote Feld: 37,0 % (27/73); Dreierquote: 29,4 % (10/34).
Rostock (Punkte/Dreier): Crockett (19/5), Lansdowne (12), Nicholson (12/2), Leuchten (10), Baggette (8/2), Schwartz (7), Kolenda (7/1), Klassen (4), Lockhart (2), Theis; Rebounds: 43 (Leuchten 9); Assists: 15 (Baggette 5); Ballverluste: 20; Trefferquote Feld: 47,1 % (32/68); Dreierquote: 35,7 % (10/28).
