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Back-to-Back-SpielBaskets wollen die Dinge zurechtrücken

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Platzt bei Bonns Joel Aminu (links) der Knoten? Hier zieht er am Rostocker TJ Crockett Jr. vorbei.

Platzt bei Bonns Joel Aminu (links) der Knoten? Hier zieht er am Rostocker TJ Crockett Jr. vorbei.

Nach der 77:81-Niederlage gegen die Seawolves steht schon am Samstagabend das Rückspiel in Rostock an

Es ist ein typisches „Back to Back“-Spiel, wenn die Telekom Baskets Bonn am Samstagabend in Rostock antreten. Um 18.30 Uhr beginnt das Rückspiel bei den Seawolves, gerade einmal acht Tage nach dem ersten Vergleich, der mit 81:77 an die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern ging.

Zwei Partien innerhalb kürzester Zeit gegen dasselbe Team sorgen für einen Hauch von Playoffs: „Man kennt seine Gegner durch das erst kurz zurückliegende Spiel gut genug, was mit Blick auf das nächste Duell gegeneinander grundsätzlich von Vorteil sein sollte“, sagt Small Forward Tylan Birts.

Am vergangenen Freitag spiegelte das Ergebnis nicht den wahren Spielverlauf wider. Die Rostocker zeigten den Hausherren drei Viertel lang ihre Grenzen auf, waren aggressiver beim Rebound sowie in der Verteidigung und erstickten jegliche Comeback-Versuche der Baskets im Keim.

Erst nach dem 49:69 in der 26. Minute kamen die Rheinländer auf und verkürzten Punkt um Punkt. Auf einmal zeigten die Bonner, was sie in den vergangenen Wochen ausgemacht hatte: Teamplay und gute Entscheidungen in Offense und Defense.

Woran es haperte: an der Wurfquote. Lediglich 37 Prozent aus dem Feld (27/73) verhinderten ein durchaus mögliches Happy End, denn in demselben Maße, in dem die Baskets aufdrehten, ließen die Gäste nach. Dass Bonn mit 26 Prozent von der Dreierlinie das schwächste Team der Liga ist, hat sich bei der Konkurrenz herumgesprochen. Die Seawolves rangieren mit 31,9 Prozent im unteren Mittelfeld.

Im Hinspiel blieben beide ihren Quoten treu. Während die Baskets 29,4 Prozent (10/34) ihrer Würfe verwandelten, versenkte Rostock 35,7 Prozent (10/28). Bonns Joel Aminu, dessen Spezialität der Distanzwurf ist, ging bei fünf Versuchen komplett leer aus.

Nun wollen die Baskets die Dinge zurechtrücken. In der Stadthalle Rostock, die 4850 Zuschauern Platz bietet, fordert Bonns Trainer Marko Stankovic eine höhere Intensität von seinen Spielern in der eigenen Zone: „Dort haben wir in der ersten Halbzeit 30 Punkte kassiert und unseren Korb nicht gut verteidigt“, so der Coach, der seinem Team bescheinigt, zu spät aufgewacht zu sein. Insgesamt kam Rostock auf 44 Zähler in der Zone.

Die Baskets dürfen nicht erneut den Start verschlafen. Um weiterhin ein Wörtchen im Rennen um die besten Plätze in der Postseason mitzureden, ist ein Sieg fast schon Pflicht, sonst laufen die Gäste Gefahr, ihre gute Position, die sie sich in den vergangenen Wochen hart erarbeitet hatten, zu verlieren: „Wir müssen unseren Gameplan besser ausführen“, sagt Birts. Um auf Nummer sicher zu gehen, wäre ein Erfolg mit mehr als vier Punkten wünschenswert, um sich den direkten Vergleich zu sichern.