Die Telekom Baskets Bonn empfangen die Towers Hamburg am Samstagabend zum Karnevalsspiel im Telekom Dome
KarnevalsspielTylan Birts fällt mehrere Wochen verletzt aus

Bonns Unglücksrabe Tylan Birts fällt mit einer Fersenverletzung mehrere Wochen aus.
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Es mag einige Spielern der Telekom Baskets merkwürdig vorgekommen sein, was sie denn so an Weiberfastnacht gesehen haben. Bunt kostümierte Narren bestimmten das Straßenbild im Rheinland und natürlich auch in Bonn. Die Erklärung dürften die deutschen Kollegen wie Mike Kessens geliefert haben: Brauchtum.
Zum Karneval zählt in der Bundesstadt nicht nur das Feiern unter freiem Himmel, sondern auch das Karnevalsspiel der Baskets. Heute Abend empfangen sie um 20 Uhr die Veolia Towers Hamburg im Telekom Dome, den die Fans wie in den vergangenen Jahren in ihren Verkleidungen in eine Hochburg der fünften Jahreszeit verwandeln werden.
„Auch wenn wir wissen, dass diese Partie eine besondere ist, haben wir versucht, unsere Vorbereitung so normal wie möglich zu gestalten und unsere Abläufe nicht zu verändern. Natürlich haben wir mit den Spielern über die Tradition, die Kostüme und alles weitere, was dieses Spiel mit sich bringt, gesprochen, aber unser Fokus muss komplett auf unserer Aufgabe liegen. Wir hoffen, am Ende gemeinsam mit unseren Fans feiern zu können“, sagt Trainer Marko Stankovic.
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Auf Tylan Birts müssen die Zuschauer verzichten. Er setzte bereits beim 92:64 gegen Jena aus, nun zwingt ihn seine Ferse zu mehreren Wochen Pause: „Tylans Verletzung schmerzt, da uns nicht nur seine starke Verteidigung, sondern vor allem sein Wille und Kampfgeist fehlen werden. Wir sind aber zuversichtlich auch dank der zuletzt getätigten Verpflichtung von Jalen Finch, unser Level sowohl in den Trainings als auch den Spielen aufrechterhalten und Tylans Ausfall als Team kompensieren zu können“, sagt Baskets-Sportdirektor Savo Milovic. Damit ist auch klar, wer in den kommenden Begegnungen nach der Verpflichtung von Finch aussetzen wird.
Jonathan Bähre befindet sich nach seiner Knie-OP auf dem Wege der Besserung. Er liege momentan sogar etwas vor dem Zeitplan für die Rückkehr auf das Parkett, so Milovic: „Wir sind zuversichtlich, dass er uns für den Saisonendspurt wichtige Impulse geben kann.“
Die Erinnerungen ans Hinspiel an der Elbe sind von einem Feueralarm mit Hallenevakuierung kurz nach der Pause geprägt, der den Beginn der zweiten Halbzeit um fast eine Viertelstunde verzögerte. Die Baskets hatten beim Kabinengang mit 43:36 geführt und kamen mit der ungeplanten Unterbrechung nicht zurecht. Sie verschliefen den Start ins dritte Viertel und gerieten sogar mit 54:55 (29.) in Rückstand.
Nach dem dritten Abschnitt stand lange die Partie auf der Kippe, erst nach dem 63:63 (33.) drehten die Rheinländer in der Verteidigung auf und feierten letztlich einen verdienten 86:68-Erfolg. Der Sieg schmeckte Stankovic besonders gut, war doch die viel trainierte Defense der Schlüssel zum Sieg. Dass Bonn mit 78,2 Gegenpunkten eine der besten Verteidigungen der Liga vorweist, ist sein Verdienst.
Am Mittwoch mussten die Hanseaten im EuroCup gegen BAXI Manresa antreten und verloren mit 94:116. In der Meisterschaft behielt die Mannschaft von Trainer Benka Barloschky zuletzt im Kellerduell gegen die Basketball Löwen Braunschweig mit 95:85 die Oberhand und verschaffte sich etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Ausschlaggebend war das letzte Viertel, dass sich die Towers mit 17:8 sicherten.
Bonns Coach hat Respekt vor den Towers: „Die Hamburger sind inzwischen ein völlig anderes Team als das, gegen das wir zu Beginn der Saison gespielt haben. Sowohl personell als auch in der Art und Weise, wie sie auftreten, haben sie sich verändert. Ihre Siegesserie in der Liga bestätigt diese Entwicklung. Sie punkten derzeit viel, was vor allem auf einer starken Transition und schnellen Abschlüssen basiert. Sowohl ihre Guards als auch ihre Big Men sind sehr gut darin, früh Vorteile zu kreieren, und es ist äußerst schwierig, sie zu stoppen, wenn sie das Tempo anziehen.“
Bester Hamburger war Devon Daniels mit 29 Zählern, im Schnitt erzielt der Shooting Guard sonst nur 15,9 Punkte. Er kümmert sich gemeinsam mit Leonard Thorpe (10,9 Punkte pro Partie) um den Spielaufbau. 84,2 Zähler bringen die Nordlichter zustande, also sechs mehr, als die Baskets es ihrem Gegner gewöhnlich gestatten.
Einmal mehr müssen die Bonner über die Verteidigung ins Spiel finden. Neuzugang Jalen Finch wusste bei seinem Debüt zu gefallen. Nicht nur im Angriff, auch in der Defensive konnte er bereits erste Akzente setzen.
