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Flughafen Köln/BonnRingen um die Bodenverkehrsdienste

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Bodenverkehrsdienste Flughafen

Die Betankung von Flugzeugen gehört zu den Bodenverkehrsdiensten.

Am Flughafen Köln/Bonn wird weiter um die Zukunft der Bodenverkehrsdienste (BVD) gerungen. Wie der Betriebsrat mitteilte, steht am Freitag die entscheidende Aufsichtsratssitzung an. Er ist alarmiert: „Die Geschäftsführung fordert massive Einschnitte in die Gehaltsstruktur und Flexibilisierungsmaßnahmen und droht damit, den gesamten Bereich mit circa 800 Mitarbeitern in eine Tochtergesellschaft zu überführen“, kritisierte er am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung hatte der Betriebsrat die Gesellschaftervertreter und Vertreter der Kölner Ratsfraktionen zu einem Runden Tisch eingeladen, um über den Fortgang der Verhandlungen zu berichten. Erschienen seien nur rund 20 Ratsvertreter, bedauerte der Betriebsratsvorsitzende Sven Schwarzbach. Er vermisse auf Seiten der Flughafen-Eigentümer Wertschätzung für die Kollegen.

Klare Haltung von Betriebsrat und Gewerkschaft

In der Runde machten der Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi ihre Haltung klar: Man habe sich bereits „sehr stark“ auf die Arbeitgeber zubewegt, um die Bodenverkehrsdienste weiterhin als Bestandteil der Flughafen Köln/Bonn GmbH fortzuführen. Die Arbeitnehmervertreter bezweifelten den wirtschaftlichen Sinn einer Tochtergesellschaft. Insbesondere die extrem hohe Umlage der Gemeinkosten belasteten „die Bodenverkehrsdienste über das Maß hinaus und verblieben bei einer Ausgliederung des Bereiches nahezu komplett in der Muttergesellschaft“, so der Betriebsrat. Er fordert die Geschäftsführung auf, am sogenannten Kölner Weg festzuhalten, einem „bundesweit einmaligen Erfolgsmodell, das die Arbeitsplätze gesichert, Ausgliederungen von Teilbereichen und somit Tarifflucht und prekäre Arbeitsverhältnisse am Flughafen Köln/Bonn verhindert hat“.

Betriebsrat und die Gewerkschaft sehen nach eigenen Angaben keinen Spielraum für weitere Einschnitte, denn es sei in den vergangenen Monaten ein Sanierungsprogramm mit einem Gesamtvolumen von rund 180 Millionen Euro bis 2030 ausgehandelt worden. ,,Mit diesem Paket sind wir der Forderung des Aufsichtsrats nachgekommen, dass die Bodenverkehrsdienste einen Beitrag zu einem positiven Unternehmensergebnis beitragen müssen. Diese Einsparungen müssen andere Bereiche erst mal generieren“, so Schwarzbach.

Der Flughafen Köln/Bonn steht unter wirtschaftlichem Druck. Im Dezember ging der Aufsichtsrat von einem Verlust in Höhe von 20 Millionen Euro im Jahr 2019 aus, 2020 soll es wieder ein positives Ergebnis geben. Unter anderem sollen durch die Reform der Bodenverkehrsdienste Kosten gesenkt werden. (pd)