Michael Sachse stellt in seiner Kolumne fünf Lokale in der Region vor, die konsequent auf vegane Kost setzen.
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Ausschließlich veganes Essen gibt es im Hempies in Köln
Copyright: Ronja Hemmersbach
Erftstadt: Power in the House

Köstliches bietet das Powerhouse in Erftstadt
Copyright: Heike Brandt
Ein Ort, um Kraft zu tanken, ist das Powerhouse (heikes-powerhouse.de) in Erftstadt in mehrfacher Hinsicht. Heike Brandt startete 2006 mit einem Raum, in dem sie Kurse für Yoga und Pilates anbot. „Meine Kunden wollten häufig länger bleiben. Daraus entstand der Wunsch nach einem Café“, erinnert sie sich. Umgesetzt wurde die Idee im Wirtschaftspark Erftstadt mit einem Neubau. Seit 2023 ist das Powerhouse nicht mehr nur ein Ort für Yoga und Pilates, sondern auch ein Treffpunkt für vegane Genießer. „Ich lebe seit 15 Jahren vegan“, erklärt die Betreiberin. „Deshalb sollte sich dieser Lebensstil im Café wiederfinden.“ Neben Kaffee- und Teespezialitäten stechen sieben Kakaosorten heraus. Darunter Schätze wie der Criollo, ein Edelkakao ohne Zucker und Zusätze. Smoothies sowie Biosäfte, -schorlen und -limonaden runden das Angebot ab. Die Zutaten für das Frühstück wie Pancakes, Porridges und Joghurts sind nicht nur vegan, sondern auch glutenfrei. Gegen den kleinen Hunger servieren Heike Brandt und ihr Team zudem Brötchen mit süßen und herzhaften Aufstrichen sowie Kuchen. Powerhouse, Otto-Hahn-Allee 12, 50374 Erftstadt, (02235) 6853370, montags bis freitags 9 bis 17 Uhr, sonntags 10 bis 16 Uhr.
Köln: Inbegriff für vegane Leckereien
Nach dem Abschluss ihres Psychologie-Studiums arbeitete Ronja Hemmersbach zunächst in einem Start-Up. Anschließend jobbte sie unter anderem als Dachdeckerin im Familienbetrieb. „Währenddessen habe ich festgestellt, dass es kein ausreichendes Angebot für Veganer gibt. So entstand mein Wunsch, in diese Marktlücke zu stoßen“, sagt die 29-Jährige. Die selbstständige Karriere begann mit einem Foodtruck, von dem sie vegane Backwaren verkauft. Inzwischen betreibt sie auch einen Kiosk, ein Bistro auf dem Rudolfplatz und seit etwas mehr als einem halben Jahr ein zweites Bistro im Kalker Machwerkhaus. Der Name Hempies (hempies-vegan.de), angelehnt an Ronjas Familienspitznamen, hat sich in Köln zum Inbegriff für vegane Leckereien entwickelt. Das Angebot geht weit über Backwaren und Frühstück hinaus, wobei die Early Bird Stulle (3,90 Euro) oder Flammkuchen Panini (7,90 Euro) zu den Erkennungsmerkmalen zählen. Mittags erweitern Lunch Specials wie zum Beispiel die Hempies-Bowl (12,90 Euro) mit Reis, Tofu, Zucchini, Edamame, Möhren, Gurke, Röstzwiebeln und Hausdressing das Angebot. Für Abwechslung sorgt ein Tagesgericht für 12,90 Euro. Carrot Cake (4,90 Euro), Muffins (3,90 Euro) oder Nussecken (4,70 Euro) garantieren süße Glücksgefühle. Hempies im Machwerkhaus, Dillenburger Straße 87, 51105 Köln, montags bis freitags 7 bis 18 Uhr.
Wershofen: Wald trifft Gastronomie

Gemütlichkeit strahlt das vegane Restaurant Blattwerk in der Waldakademie Wershofen aus.
Copyright: Johanna und Tobias Wohlleben
Die Wurzeln des Cafés Blattwerk (cafe-blattwerk.de) liegen in Peter Wohllebens Waldakademie, die 2016 im Eifeldorf Wershofen gegründet wurde und seitdem Anziehungspunkt für waldbegeisterte Menschen ist. Um den Besuchern, aber auch Wanderern und Radfahren einen zentralen Anlaufpunkt auf dem Campus der Akademie zu bieten, errichteten Johanna und Tobias Wohlleben 2022 ein Café, das mit den ökologischen und qualitativen Ansprüchen der Akademie harmoniert. Gehalten in den Farben des Waldes verströmt es eine wohltuende Atmosphäre. Vegane Ernährung schützt Klima und Biodiversität. Wenig überraschend setzt Familie Wohlleben deshalb auf vegane Produkte. Auf der Speisekarte entdecken wir neben Kuchen, Waffeln und Eis auch einige herzhafte Offerten. Dazu zählen Tomaten- oder indische Linsensuppe (jeweils 8,90 Euro). Es gibt Kaffeespezialitäten von Drago Mocambo aus Radevormwald, Flaschenbiere aus der Eifeler Vulkan-Brauerei, Waffelteig von Micky Staffel aus der Eisdiele „Die Eisdielerin“ in Köln-Ehrenfeld und Kuchen von einer Konditorei in der Nähe. Waldcafé Blattwerk, Weiherstraße 3, 53520 Wershofen, (02694) 2169610, freitags 12 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 12 bis 17.30 Uhr.
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Bonn: Esskalation auf der Gastro-Meile

Die Poppelsdorfer Esskalation wird von den Geschwistern Katja und Tom Schult geführt.
Copyright: Schult
Manchmal kommen die besten Ideen über Nacht. Zwischen zwei Träumen fiel Tom Schult der Name „Esskalation“ (esskalation.net) ein. Unter diesem Titel bereichert er gemeinsam mit Schwester Katja den Bonner Stadtteil Poppelsdorf mit einer kulinarischen Facette, die nicht nur bei der studentischen Klientel ankommt. Ihre Mission: „Möglichst vielen Menschen die pflanzenbasierte Ernährung näherzubringen und zu zeigen, wie vielseitig und lecker sie sein kann.“ Ihr veganes Konzept reicht vom Wochenend-Brunch über Business-Lunch bis hin zu hausgemachten Kuchen und hippen Drinks. Donnerstags bis samstags bieten die beiden Gastgeber zudem ein Dinner. Brunch-Time ist samstags und sonntags. Die Mittagskarte wechselt wöchentlich. Darauf findet sich in der Regel eine Bowl, eine Suppe oder Eintopf und ein Hauptgericht. Zum Dinner gibt es Flammkuchen, Appetizer und Bowls. Das Getränkesortiment umfasst unter anderem Cocktails und Longdrinks, hausgemachte Limonaden und Weine der VDP-Weingüter Dr. Loosen (Mosel) und Burggarten (Ahr). Esskalation, Clemens-August-Straße 7a, 53115 Bonn, (0228) 50467561, montags bis mittwochs 11 bis 17 Uhr, donnerstags und freitags 11 bis 22.30 Uhr, samstags 9.30 bis 22.30 Uhr, sonntags 9.30 bis 17 Uhr.
Köln: Delikatessen vom Buffet

Das Kölner sattgrün residiert im Kolumba-Quartier. Speisen vom Buffet sind Trumpf
Copyright: sattgrün
Peter Zodrows Idee, ein veganes Restaurant in Düsseldorf zu eröffnen, war 2006 nahezu revolutionär. „Mit dem Begriff vegan konnte damals kaum jemand etwas anfangen“, erinnert er sich. Inzwischen ist der Name sattgrün (sattgruen.de) aber auch in Köln bekannt. Im Zentrum befindet sich eines von vier Restaurants, die Zodrow mit seiner Frau Laura in NRW betreibt. Im Mittelpunkt stehen Speisen vom Buffet. Die Gäste wählen zwischen drei Tellergrößen (12,90 bis 17,50 Euro). Gegen den kleinen Hunger gibt es eine Suppe (6,90 Euro) oder Salatbowl (7,90 Euro). Tofu, Sojageschnetzeltes, Pasta und asiatische Currys gehören zum kulinarischen Repertoire. Bei den Salaten ist für Abwechslung gesorgt. Es gibt zum Beispiel Linsen-, Cous- Cous-, Nudel- oder italienischen Kartoffelsalat. Beliebt ist zudem selbst gebackener Kuchen. Das Getränkeangebot umfasst Schreckenskammer Kölsch und Grauburgunder vom Biowinzer Hauck. Seit kurzem können sich Gäste abends auch bedienen lassen. sattgrün, Ludwigstraße 11, 50667 Köln, (0221) 28068979, täglich außer feiertags 12 bis 22 Uhr.
