Michael Sachse stellt fünf Lokale vor, auf deren Speiseplan Muschelgerichte aktuell im Fokus stehen.Welche Varianten werden aufgetischt? Und wie teuer ist eine Portion?
HerbstkücheDie fünf besten Muschelrestaurants im Rheinland

Muscheln auf Phil's Art im Kölner Bieresel: mit Knoblauch, Dijon-Senf, Sahne, Dill und Peperoni. Dazu ein Grauburgunder Muschelkalk vom Weingut Finkenauser.
Copyright: Michael Sachse
Das Höninger in Köln-Zollstock

Im Höninger sind Muscheln unverzichtbar. Lotte Stuhr hilft im Service.
Copyright: Hans-Georg Stuhr
Hans-Georg Stuhr leitet das Höninger im Kölner Süden bereits im 31. Jahr als Melange aus Restaurant und Kneipe. Seitdem sind Muscheln unverzichtbarer Bestandteil des kulinarischen Kalenders. Bis Februar stehen sechs verschiedene Varianten zur Wahl, die als kleine und als normale Portion angeboten werden. Der Klassiker – Muscheln „Rheinische Art“ in Weißwein-Gemüsesud mit Zwiebeln, Pfeffer und Schwarzbrot – wird als normale Portion für 24,90 Euro aufgetischt. Ebenso beliebt sind Muscheln „Elsässer Art“ mit Kräutern, Knoblauch und Weißwein in Sahnesoße oder die provenzalische Variante mit Knoblauch und Kräutern in Tomatensauce (jeweils mit Baguette für 24,90 Euro). Sämtliche Muschelgerichte harmonieren mit Sauvignon Blanc von der Domaine Bellevue an der Loire.
Höninger, Herthastraße 68, 50969 Köln, (0221) 3685422, montags und samstags 16 bis 23 Uhr, dienstags bis freitags 12 bis 23 Uhr.
Der Bieresel in der Kölner Altstadt
Mit dem Prädikat das „älteste Muschelhaus der Stadt“ zu sein, schmückt sich der Bier-Esel. Das traditionelle Gasthaus in der Kölner Altstadt bietet seine Muscheln auf neun verschiedene Arten an. Die ersten Schalentiere sollen hier bereits 1912 verzehrt worden sein. „Wir unterhalten eine enge Beziehung zu einer Muschelfarm in den Niederlanden“, erklärt Betriebsleiter Sandro Helm. Die Muscheln werden in der Regel bis Ostern angeboten.
Alles zum Thema Sindorf
- Ehrenamt Kerpener Tafel sucht nach Fahrern zum Abholen von Lebensmitteln
- Vor Kiosk Bürger und Politiker warten auf Briefkasten vor neuer Postfiliale in Kerpen-Sindorf
- St. Martin Übersicht über die Umzüge im Rhein-Erft-Kreis
- Fußball-Bezirksliga Die JSG Erft 01 Euskirchen besteht ihre Reifeprüfung
- Serie „LadenLokal“ Schuhgeschäft in Kerpen startete 1957 auf drei Rädern
- Unfall in Kerpen 25-jähriger Fahrer verursacht Unfall – Pkw in Flammen
- „Jamaikaplatz“ ist Vergangenheit Google Maps korrigiert Namen des Platzes in Kerpen

Der Bieresel heißt Gäste zum Muschelessen herzlich willkommen.
Copyright: Michael Sachse
Die rheinische Variante - in Weißwein gedünstet mit Wurzelgemüse und Zwiebeln, Schwarzbrot und Butter (24,50 Euro) – rangiert wie in allen Lokalen, in denen gegenwärtig Muscheln aufgetischt werden, an erster Stelle. Besonders pikant sind die nach dem ehemaligen Chefkoch benannten Muscheln „Phil´s Art“ mit Knoblauch, Dijon-Senf, Sahne, Dill und Peperoni (mit Baguette für 27,50 Euro). Wer mag, kann Muscheln mit verschiedenen Dips wie Wasabi- oder Limetten-Mayonnaise veredeln. Nicht nur die Varianten, sondern auch die Beilagen variieren. So werden etwa Muscheln „Belgische Art“ mit Joppiesauce und Pommes frites (29,90 Euro) oder Muscheln „Seemanns Art“ mit Wurzelgemüse, Knoblauch, Zwiebeln, Zitrone, Petersilie, Schwarzbrot und Butter (27,50 Euro) serviert. Als Getränkebegleitung rät Helm zu Grauburgunder Muschelkalk von Weingut Finkenauer in Rheinhessen.
Bier-Esel, Breite Straße 114, 50667 Köln, (0221) 2576090, montags bis donnerstags 12 bis 21.30 Uhr, freitags und samstags 12 bis 22 Uhr.
Das Sudhaus in Bonn

Muschelzeit im Bonner Sudhaus: Die Saison geht bis März.
Copyright: Michael Sachse
Das Sudhaus auf dem zentral gelegenen Friedensplatz ist eine der Konstanten der Bonner Gastronomie. Fast ein halbes Jahrhundert gilt das Haus als beliebte Anlaufstelle für rheinische Küche mit saisonalen Schwerpunkten. Rolf Hiller leitet den Betrieb seit 2003. Muscheln stehen aktuell hoch im Kurs und werden nicht nur auf rheinische und provençalische Art zubereitet, sondern auch „teuflisch“ in tomatisiertem Weißweinsud mit frischem Lauch, Zwiebeln und Tomaten in pikanter Würze (alle Gerichte für 22,90 Euro). „Die Varianten wie die Rezepte sind bei uns seit 40 Jahren etabliert“, betont Hiller. Bis März bereichern die Schalentiere den Speiseplan. Eine besondere Getränkeempfehlung gibt Hiller nicht. „Zu den Muscheln passt grundsätzlich jedes Getränk vom stillen Wasser über frisch gezapftes Sion Kölsch oder Jever Pils bis hin zu einem Glas Weißwein.“
Sudhaus, Friedensplatz 10, 53111 Bonn, (0228) 656526, täglich 11 bis 24 Uhr.
Gasthaus Wermelskirchen in Bergisch Gladbach

Gasthaus Wermelskirchen: Ausgelöste Muscheln, in gebräunter Butter mit Knoblauch gebraten, bereichern aktuell die Auswahl an Vorspeisen.
Copyright: Udo Wermelskirchen
Zu den saisonalen Schlagern des Gasthauses Wermelskirchen zählen die Muscheln von Oktober bis Karneval. Gastgeber und Chefkoch Udo Wermelskirchen lässt sich immer wieder die eine oder andere neue Zubereitung einfallen. Die Muschelkarte kann mit raffinierten Kreationen aufwarten. „Das Rezept für Muscheln Oostende zum Beispiel hat mir ein belgischer Koch beigebracht“, verrät Wermelskirchen. Sie werden mit Remouladensoße und Pommes frites für 25,30 Euro aufgetischt. Eine weitere individuelle Kreation sind Muscheln „Bauern Art“.
Wermelskirchen brät dazu Muscheln in Speck und kombiniert sie mit Bratkartoffeln sowie einem kleinen bunten Salat (21,50 Euro). Aus der Küche kommen zudem mehrere Vorspeisen wie ausgelöste Muscheln in gebräunter Butter mit Knoblauch gebraten und mit Zitrone beträufelt (14,50 Euro) oder Muscheln „Neapolitanischer Art“ mit frischen Tomaten, Knoblauch, Schwarzbrot und Butter (17,70 Euro). Zu den Muscheln empfiehlt der Hausherr zum Beispiel Blanc de Noir vom Pfälzer Weingut Vier Jahreszeiten.
Gasthaus Wermelskirchen, Burggraben 8, 51429 Bergisch Gladbach-Bensberg, (02204) 52564, freitags, samstags, montags und dienstags 12 bis 14 Uhr und 18 bis 22 Uhr, sonntags 12 bis 14 Uhr und 18 bis 21 Uhr.
Gasthaus Schweitzer in Kerpen

Die klassische Variante mit Weißwein: Muscheln im Gasthaus Schweitzer.
Copyright: Michael Sachse
Seit 2008 leitet Sascha Bernartz das Gasthaus Schweitzer in Kerpen, zu dem auch ein Hotel gehört. Muscheln sind von Herbst bis in den Februar hinein ein wichtiger Bestandteil des Speiseplans. Bernartz überrascht seine Gäste fast zu jeder Saison mit einer neuen Zubereitungsart. In diesem Jahr stehen erstmals Muscheln „Thailändischer Art“ in Kokosmilch und mit gelbem Thai Curry, Bambus, Paprika und Pilzen (27,50 Euro) auf der Speisekarte. Dazu gibt es Basmatireis. Die Varianten „Spanische Art“ in Tomatensauce und Weißwein gedünstet mit Thymian und Knoblauch sowie Ciabatta (24,50 Euro) und „Belgische Art“ in Weißweinsud mit dreierlei Dips – Aioli, Joppiesauce und Bernaise – sowie Pommes frites (27,50 Euro) haben sich neben der rheinischen Variante (22,50 Euro) bereits etabliert.
„Als passende Weinbegleitung empfehlen wir einen Riesling „Tradition“ von Thorsten Krieger aus der Pfalz, einen trockenen und fruchtigen Grauburgunder von der Winzergenossenschaft Hügelheim in Baden oder vollmundigen Marcel Martin Chardonnay von Vin de France. Wer es lieber typisch rheinisch mag, genießt seine Muscheln am besten mit frisch gezapften Kölsch“, sagt Sascha Bernartz.
Gasthaus Schweitzer, Siemensstraße 19, 50170 Kerpen-Sindorf, (02273) 954222, täglich 11 bis 23 Uhr.
