Bescherung bei der KVB13 Millionen Euro für 50 E-Busse in Köln

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Über die Förderzusage von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (2. v. r.) über 13,3 Millionen Euro für 50 E-Busse freuten sich (v. r.): KVB-Chef Jürgen Fenske, NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober und KVB-Technikvorstand Jörn Schwarze.

Über die Förderzusage von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (2. v. r.) über 13,3 Millionen Euro für 50 E-Busse freuten sich (v. r.): KVB-Chef Jürgen Fenske, NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober und KVB-Technikvorstand Jörn Schwarze.

Köln – Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten? Das Land NRW hat den Kölner Verkehrs-Betrieben im Advent eine üppige Bescherung auf den Gabentisch gelegt. Bei seinem Besuch in der Buswerkstatt der KVB in Niehl hatte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) eine Förderzusage über 13,3 Millionen Euro im Gepäck. Mit dieser Summe wird das Land die geplante Beschaffung von 50 neuen E-Bussen unterstützen. Das deckt rund 60 Prozent der Mehrkosten, die der KVB durch den Umstieg von Diesel- auf Elektro-Busse entstehen.

Entsprechend gut gelaunt stellten Minister und KVB-Vorstand die Pläne vor. Mit Blick auf Luftreinhaltung, Klima- und Umweltschutz sei es gut, „dass Köln hier eine Vorreiterrolle übernimmt“, sagte Wüst. Köln werde zur „Vorzeigeregion für elektrobetriebene Busse in Deutschland“. KVB-Chef Jürgen Fenske bedankte sich für die Unterstützung vom Land, ohne die man diesen „Schritt ins technologische Neuland“ nicht hätte gehen können. Ab 2021 sollen 59 E-Busse im Einsatz sein, gut ein Viertel der KVB-Flotte von rund 300 Bussen. Bis etwa zum Jahr 2030 wolle man sämtliche Busse auf Elektrobetrieb umstellen, kündigte Fenske an.

Fahrer wie Fahrgäste sind begeistert

Zugleich betonte er, dass die Diesel-Busse der KVB bereits heute sehr sauber seien. Ab 2021 kämen nur noch Euro-6-Motoren mit äußerst geringem Schadstoffausstoß im Realbetrieb zum Einsatz.

Seit Dezember 2016 verkehren auf der Linie 133 vom Breslauer Platz nach Zollstock acht rein elektrische Busse im Liniendienst. Nachdem es anfangs Probleme mit Ladestationen und Batterien gab, läuft der Betrieb laut KVB inzwischen weitgehend störungsfrei. „Im ersten Jahr hatten wir eine durchschnittliche Verfügbarkeit von 84 Prozent. Betrachtet man nur den Zeitraum ab September, sind es 92 Prozent“, so KVB-Technikvorstand Jörn Schwarze. Von den leisen und schnellen E-Bussen seien Fahrer wie Fahrgäste begeistert. Nur eines fehle noch – weitere Fördermittel vom Bund.

8,85 Millionen Euro muss die KVB nach eigenen Angaben beisteuern, um die 50 E-Busse auf die Straße zu bringen und die Ladeinfrastruktur einzurichten. Welche Buslinien umgestellt werden, stehe noch nicht fest. Eine in Mülheim, wo die Schadstoffbelastung am Clevischen Ring besonders hoch ist, solle auf jeden Fall dabei sein. Je nach Bedarf werde die KVB sowohl Gelenkbusse als auch kleinere Solobusse beschaffen. Der 2015 als Pilotprojekt von KVB und Hersteller VDL realisierte E-Gelenkbus wurde inzwischen auch in andere Städte verkauft.

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