Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Gelder aus illegalen Drogengeschäften gewaschen zu haben.
Einsatz gegen die italienische organisierte KriminalitätPolizei durchsucht mehrere Wohnungen im Großraum Köln – drei Festnahmen

Im Großraum Köln wurden am Donnerstag mehrere Wohnungen durchsucht. (Symbolbild)
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Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen mehrere italienische Staatsangehörige haben die Ermittler am Donnerstagmorgen, 14.12., sieben Wohn- und Geschäftsräume im Großraum Köln durchsucht, drei europäische Haftbefehle vollstreckt. Den Beschuldigten (29, 63 und 65 Jahre) wird vorgeworfen, als Bande Gelder aus illegalen Drogengeschäften der im Großraum Neapel ansässigen Camorra gewaschen zu haben.
Wie die Polizei mitteilt, sollen die Beschuldigten im Auftrag italienischer Staatsbürger aus dem Umfeld der Camorra in Italien seit 2015 in Deutschland hochpreisige Luxusfahrzeuge mit inkriminierten Geldern erworben haben.
Ermittlungen laufen bereits seit 2019
Über eine angebliche Autovermietungsgesellschaft der Beschuldigten und fingierte Langzeit- Mietverträge sollen die Fahrzeuge den Auftraggebern zur Verfügung gestellt worden sein. Auch die fingierten Mietverträge sollen mit Geld aus Drogengeschäften, illegalem Glücksspiel und bandenmäßigen Wirtschaftsstraftaten der Camorra in Italien bedient worden sein. Auf diese Weise, so der Vorwurf, sollten inkriminierte Gelder der Camorra wieder in den legalen Wirtschaftskreislauf fließen.
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Die Ermittlungen laufen seit 2019. Mit Unterstützung und Koordination durch Eurojust haben die deutschen und die italienischen Behörden im Rahmen einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe eng zusammengearbeitet.
Zeitgleich zum Einsatz im Großraum Köln vollstreckten die italienischen Ermittlungsbehörden im Rahmen der Operation „Olympia“ in Cagliari (Sardinien) und der Operation „Easy Leasing“ im Raum Neapel weitere Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse. (EB)
