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Gefälschte Impfpässe Neun Verfahren bei Kölner Polizei – Arzt erstattete Anzeige

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Eine Ärztin füllt nach einer Corona-Impfung einen Impfpass als Impfbescheinigung aus.

Köln – Die Kölner Polizei geht intensiv gegen Impfpass-Fälscher vor. Die Behörde hat eine Ermittlungsgruppe gegründet, die sich ausschließlich um dieses Thema kümmert. Angesichts der Lockerungen für Geimpfte und Genesene in der Corona-Pandemie befürchtet sie zahlreiche Betrugsversuche in den kommenden Wochen und Monaten. Abnehmer gefälschter Pässe könnten Impfverweigerer sein, ebenso Ein- oder Ausreisewillige, die sich den Quarantänepflichten entziehen möchten.

Drei Tatverdächtige im Visier

Derzeit bearbeitet die Kölner Polizei neun Ermittlungsverfahren. Es gibt derzeit drei Tatverdächtige. Wie die Behörde auf diesen Personenkreis aufmerksam geworden ist, will sie zunächst nicht sagen. Wie zu erfahren war, hatten Polizisten vor wenigen Tagen ein Auto routinemäßig kontrolliert und dort mehrere gefälschte Blanko-Impfpässe gefunden. In dem Wagen saßen zwei Männer. Außerdem tauchten vor einigen Tagen gefälschte Pässe mit dem Namen eines Kölner Arztes auf. Der Mediziner hatte wegen der Fälschung seiner Unterschrift und seines Stempels Anzeige erstattet, berichtete ein Polizeisprecher.

Die Behörde warnt eindringlich vor Bestellungen auf dubiosen Seiten im Internet. Die Pässe sollten beim Hausarzt abgeholt werden. Auch vor der Veröffentlichung im Internet bei Facebook oder Instagram wird gewarnt. Mit den Angaben könnten Impfpässe besser gefälscht werden. „Dadurch, dass mit den Impfungen gewisse Lockerungen verbunden sind, ist der Bereich der gefälschten Pässe für Tatverdächtige interessant geworden. Man muss befürchten, dass die Zahlen weiter ansteigen, weil der Bedarf vorhanden ist“, ergänzte der Sprecher.

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Die Behörde betont weiter, dass etwa Friseure oder Wirte auf die Chargennummer achten sollten. Die Nummernfolgen auf dem Pass nach der ersten und zweiten Impfung müssten unterschiedlich sein. „Außerdem sollten die Abstände zwischen den Impfungen nicht fünf oder sechs Monate sein“, ergänzte der Sprecher. Dies sei ein Anzeichen dafür, dass die Papiere gefälscht sein könnten.