Über 120 Buden, ein neues Design und die beliebte Eisbahn: Heinzels Wintermärchen ist eröffnet.
Heinzels WintermärchenDas ist neu auf dem Weihnachtsmarkt am Heumarkt und Alter Markt

Kunsthandwerker zeigen auf dem Kölner Weihnachtsmarkt „Heinzels Wintermärchen“ ihr Können.
Copyright: Nabil Hanano
Der Weihnachtsmarkt auf dem Alter Markt und dem Heumarkt ist nicht nur der älteste, sondern mit seinen mehr als 120 Hütten auf 10.000 Quadratmetern auch der größte in Köln. Seit Montag hat „Heinzels Wintermärchen“ wieder seine Pforten für die Besucher geöffnet. Auf dem Heumarkt findet sich die große Eisbahn, mit den sie umgebenden Marktständen.
Neues Farbkonzept von Künstlerin Kerstin Harville
Diese wurden von der Künstlerin Kerstin Harville neu gestaltet. So gibt es für die Verkaufsstände eine neues, winterlich-blaues Farbkonzept, das mit handgemalten Hüttenschildern, neuen Laternen sowie goldenen Ornamenten wie die mit dem Stadtwappen und den Heinzeln verzierten Kapitele das Märchenthema noch besser erlebbar machen sollen. Alle 400 Einzelstücke wurden von Hand angefertigt und bemalt. Auch das neue Motiv der Glühweintassen stammt von Harville. Es zeigt Ferdinand Mühlens, der als „die Nass von Kölle“ hinter dem berühmten 4711-Kölnisch-Wasser stand.

Die Heinzel sind los.
Copyright: Nabil Hanano
Auch in der Handwerkergasse auf dem Alter Markt hat sich etwas getan. Dort können die Besucher den beiden Töpfermeistern Thomas (57) und Peter Hansen (60), die in vierter Generation ihre Betriebe leiten, in der originalgetreu nachgebauten Werkstatt neben den beiden Verkaufsständen über die Schulter schauen. „Als ich in die Lehre gegangen bin, gab es bei uns im Töpferdorf Wachtberg-Adendorf unweit von Bonn noch 30 Töpferbetriebe, die im Vollerwerb gearbeitet haben. Heute sind wir beiden die letzten, die übrig geblieben sind“, berichtet Peter Hansen. Überlebt haben er und sein Bruder, weil sie im Töpfergewerbe konsequent Nischen bedienen. Peter Hansen mit Leuchtobjekten wie Leuchtkugeln, sein Bruder Thomas mit Brauhauskeramik wie beispielsweise Senftöpfe.
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Neuigkeiten in der Handwerksgasse
Neu in der Handwerkergasse ist auch Kunstglaser Bernhard Wank aus Leverkusen. Seine Spezialität sind Fensterbilder und Schmuckobjekte mit einer Bleiverglasung. Dazu kommen Repliken von alten venezianischen Glaskunstobjekten aus Original-Murano-Glas. Erstmals auf dem Alter Markt zu Gast ist zudem eine traditionsreiche Zinnmanufaktur, in der detailreiche Zinnfiguren in Handarbeit entstehen.
Auch kulinarisch hat sich bei den Heinzeln etwas getan. Dazu gehören die Zillertaler Kässpatzen von Meik Enk, die mit unterschiedlichen Käsesorten aus der Sennerei in Mayerhofen in verschiedenen Varianten wie traditionell, mit Champignon-Trüffeln, grünem Pesto oder Habanero-Mango serviert werden. Bei Koch Alen Radic dreht sich dagegen am Stand alles um Trüffel. Spezialität sind hier Trüffel-Dumplings, Teigtaschen mit Miso und gehobelten Trüffel (12,50 Euro). Dazu kommen traditionelle japanische Tees bei Benjamin Al-Baghdadi, die in handgefertigten Teekannen serviert werden.

