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Foto-AusstellungDer Rhein steht im Bürgerhaus Stollwerck im Fokus

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Ein Paar steht an einer vom Rhein überspülten Rampe.

Erika von Ameln hielt den Rhein während eines Hochwassers fest.

Die Fotofreunde Blende Auf, alte Bekannte im Bürgerhaus Stollwerck, rücken in ihrer neuen Ausstellung Kölns zentrales Gewässer in den Fokus.

Der Rhein steht zurzeit wegen seines historisch niedrigen Wasserstands auch deutlich über die Stadtgrenzen hinaus im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das konnten die „Fotofreunde Blende auf“ zu Beginn des Jahres nicht wissen, als sie sich auf der Suche nach einem Thema für ihre neue Gruppenausstellung im Bürgerhaus Stollwerck entschlossen, unter dem Titel „Rheinblicke“ den Rhein in diesem Jahr in den Mittelpunkt zu stellen: eine fotografische Annäherung an den Rhein als vielschichtigen Erlebnisraum sollte es sein, eine Einladung, den eigenen Blick auf den Köln prägenden Fluss neu zu entdecken. „Das ist natürlich ein für Köln ganz zentrales Motiv, das schon unzählige Male abgelichtet wurde“, sagt Blende Auf-Gründungsmitglied Reinhard Paul, „aber wir haben alle versucht, unseren ganz eigenen Blick auf den Rhein zu finden“.

Verschiedene Aspekte des Rheins finden sich im Fokus der Fotografen

Erika von Ameln etwa fühlte sich von den Gegensätzen des Rheins angezogen. „Auf der einen Seite stellt der Fluss eine Gefahr dar, durch Hochwasser oder einfach durch seine Strömung“, sagt sie. „Auf der anderen Seite aber bietet seine Nähe auch die Möglichkeit zur Erholung und einen attraktiven Lebensraum für Pflanzen und Tiere.“ Ulla Mendens Blick hingegen ging ins Detail. Sie konzentrierte sich auf  Kiesel und Steine, die vom Flusswasser geformt und poliert wurden.

Eine Gruppe Männer und Frauen steht vor dem Eingang des Stollwerck.

Die Fotofreunde Blende Auf stellen im Bürgerhaus Stollwerck nicht nur aus sie halten dort auch ihre regelmäßigen Treffen ab.

Andere hatten bestimmte Kölner Orte am Rheinufer zu ihrem Gegenstand gemacht, so wie Ursula Persing die Südbrücke – durch ihre Schwarzweiß-Aufnahmen wirkt das Bauwerk ein wenig wie der Zeit enthoben. Rita Grünewald hingegen machte einen Abstecher zum Mülheimer Hafen, einem oft übersehenen Teil des Rheins in Köln.

Die Südbrücke ist auf einem Schwarz-Weiß-Bild zu sehen.

Ursula Persing hat der Südbrücke durch die Schwarz-Weiß-Optik besonders Flair verliehen.

Doris Grafflage hatte mit dem Rheinboulevard ein vergleichsweise neues Element der Kölner Rheinufer-Architektur abgelichtet, Reinhard Paul wiederum setzte die Alfred-Schütte-Allee an einem belebten, sonnigen Tag in Szene und ließ den Rhein selbst  in den Hintergrund rücken. „Da wollte ich zeigen, wie viel Leben am Rhein stattfindet“, sagt er. Ein gesonderter Teil der Ausstellung widmet sich außerdem den kleinen vergessenen Brücken, die im Schatten der sieben großen Rheinbrücken stehen: den Hafenbrücken in Niehl, Mülheim und Deutz, sowie der am Schokoladenmuseum.

Mehr über die Senioren-Fotografen ist auf ihrer Homepage zu erfahren. „Da kann man auch Kontakt mit uns aufnehmen“, sagt Gila DuMont, „vor allem Nachwuchs wäre uns hochwillkommen“.


Die Ausstellung „Rheinblicke“ ist ab Dienstag, 1. September, im  Bürgerhaus Stollwerck zu sehen. Die Eröffnung ist um 19 Uhr.

www.fotofreunde-blende-auf.de