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Kölner KunstszeneAusstellung „ARTgerecht“ mit surrealen und dynamischen Werken

3 min
Die Künstler Wolfgang Höppener (v.l.), Manuela Klein und Andrea Wycisk mit Ur-Fööss Bömmel Lückerath.

Die Künstler Wolfgang Höppener (v.l.), Manuela Klein und Andrea Wycisk mit Ur-Fööss Bömmel Lückerath.

In der Galerie Wasser zeigt WDR-Moderatorin Manuela Klein mit zwei weiteren Künstlern ihre erste Ausstellung.

Eine surreale Szene bei einem Besuch in Portugal war für WDR-Moderatorin Manuela Klein die Initialzündung für ihre Arbeit als Künstlerin: „In einer Einöde mitten auf dem Land umgeben von dichter Natur und Weinbergen habe ich auf einem Stromkasten ein Plakat entdeckt, das auf einen Glasfaseranschluss hinwies“, erinnert sich die Kölnerin. „Diese Szene mit ihrem magischen Kontrast habe ich direkt fotografiert – sie war mein Weckruf, die Kreativität, die schon immer in mir steckte, endlich umzusetzen.“

Aus am Strand entdeckten Fundstücken wie Hölzern, Federn, Muscheln, aber auch angespültem Müll schafft sie ihr erstes plastisches Werk. Im Mittelpunkt stand die Fotografie, umgeben wurde sie von den arrangierten Fundstücken, die Klein mit Materialien wie Bauschaum, Acryllacken, Stoffen und Glitter farbenfroh in Szene gesetzt hat.

Motive aus Heimatstadt Köln

Später folgten auch Motive aus ihrer Heimatstadt Köln. „Den Dom habe ich vom 13. Stock des Funkhauses fotografiert und dann mit passenden Fundstücken umgeben. Das gilt auch für das FC-Fan-Bild, das ich an einem Laternenpfahl in den Niederlanden entdeckt habe“, berichtet Klein, die ihre Werke in Portugal und in einem angemieteten Atelier im Mülheimer Hafen gegenüber des Bootshauses schafft.

Für ihre erste Ausstellung in der Galerie Wasser an der Sankt-Apern-Straße hat sich Klein mit zwei weiteren befreundeten Künstlern zusammen getan. Bei Andrea Wycisk bilden Plakate auf Kölner Litfaßsäulen die Basis für ihre Arbeiten. „Es sind bis zu 100 Schichten, die von den Säulen abgenommen werden, die ich dann je nach Motiv passend zuschneide, künstlerisch bearbeite und mit gespraytem Acryllack farbig gestalte“, berichtet die Künstlerin. „Das ist dann wie ein Make-up für das Bild. So hole ich Streetart nach Hause und mache diese salonfähig.“

Bekannte Kölner Persönlichkeiten bei Vernissage dabei

Der Dritte im Bunde ist Wycisks Mann Wolfgang Höppener, der sein künstlerisches Metier in der Tischlerwerkstatt seines Großvaters entdeckte, wo er einen Karton mit Nägeln fand und sich überlegte, was man daraus schaffen konnte. Aus Stahlstiften, Leinwand und Farbe entwickelt er Werke, die an den berühmten Nagelkünstler Günther Uecker erinnern, die aber voller Dynamik sind. So werden Boxer oder Tänzer dargestellt, die ihr Aussehen je nach Lichteinfall oder Perspektivwechsel immer wieder verändern.

Zur Vernissage am Mittwochabend kamen auch bekannte Gesichter der Kölner Stadtgesellschaft wie der Ur-Fööss Bömmel Lückerath, der Musiker Björn Heuser und der Vorsitzende der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums Bernhard Conin. Angesagt hatten sich außerdem unter anderem Künstler HA Schult und der Unternehmer und Musicalproduzent Frank Blase.


Die Ausstellung in der Galerie Wasser an der Sankt-Apern-Straße 11 läuft unter dem Titel „ARTgerecht“ noch bis zum Sonntag, 30. November. Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 13-21 Uhr, Sonntag 13 -18 Uhr.