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Corona-Krise in Köln KVB-Kunden können ihr Ticket ruhen lassen

Leere Bahnen, leere Kassen: Die Corona-Krise trifft auch die KVB.

Leere Bahnen, leere Kassen: Die Corona-Krise trifft auch die KVB.

Köln – Es liegt zurzeit schwer in der Tasche, das Abo-Ticket für den ÖPNV. Viele Pendler sind im Home-Office, die Fahrpläne ausgedünnt und die Bahnen dennoch zu voll, um Ansteckung in ihnen umgehen zu können. Aber das Abo läuft weiter. Nun bieten die die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) ihren Dauerkunden Kulanz an. Schweren Herzens, denn der Betrieb fährt tief in die roten Zahlen.

„Eine Pflicht auf Rückerstattung gibt es nicht“, sagt Holger Klein, Sprecher des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, dem auch die KVB angehört. Immerhin falle das Angebot nicht aus. Dennoch haben sich die Betriebe im Verbund darauf geeinigt, kulant zu sein.

Köln: So können Kunden ihr KVB-Ticket ruhen lassen

„Unsere Kunden, die wegen der Coronakrise ihr Abo-Ticket für einen bestimmten Zeitraum ruhen lassen wollen, können die KVB per Mail darüber informieren (kundenservice@kvb.koeln). Aus buchungstechnischen Gründen wird das Geld für den benannten Zeitraum dann im übernächsten Monat zurückerstattet“, sagt KVB-Sprecher Matthias Pesch. „Für diesen Zeitraum wird dann in unserem Buchungssystem hinterlegt, dass das Ticket ruht“, erklärt er weiter. Der Kunde kann wohl nach Beschluss in den VRS-Gremien zunächst bis maximal zum 30. Juni sein Abo-Ticket stilllegen.

Damit wackelt für den Verkehrs-Betrieb das zweite finanzielle Standbein. Das andere ist schon nahezu weggeknickt: Die Bartickets. Einzelfahrscheine werden zurzeit kaum noch gekauft. Dabei hatten die gerade in der Bilanz für das Jahr 2019 mit einem Plus von rund sechs Millionen Euro und in Summe mit rund 61 Millionen Euro positiv zu Buche geschlagen.

KVB: Bis zu zwölf Millionen Euro Verlust in wenigen Wochen

Mag es die KVB als Betrieb der Daseinsvorsorge auch nicht so schwer treffen wie viele Unternehmer und Arbeitnehmer, die Einnahmeverluste sind dennoch hart. Zwar will die KVB ihre Prognose nicht veröffentlichen. Es gebe ein gutes Risikomanagement, man habe alle Risiken fest im Blick. „Es wäre aber unseriös, sich bereits zum jetzigen Zeitpunkt über konkrete Zahlen zu äußern,“ sagt Pesch.

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Doch im Rathaus kursieren Zahlen, denn es muss kalkuliert werden, welche Löcher das Coronavirus in den Haushalt reißt. Sollte das öffentliche Leben nach dem 20. April wieder Fahrt aufnehmen, wird für die KVB bis dahin ein Verlust von bis zu zwölf Millionen Euro eingerechnet. „Damit wäre eine Latte gerissen“, sagt eine Experte im Rathaus. Das Defizit der KVB liegt generell bei rund 90 Millionen Euro im Jahr. Plus das Corona-Defizit wären die 100.000.000 Euro erreicht.