Dominik FontesIch möchte auf die Bühne schweben

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Auf Tricks mit Karten und Münzen hat sich der "Zauberlehrling" Dominik Fontes spezialisiert. (Foto: Homey)

BRÜHL/BORNHEIM – Zaubern konnte Dominik Fontes bereits, bevor er in der Schule rechnen, schreiben und lesen lernte. Kaum älter als fünf Jahre, experimentierte er bereits mit Feuereifer mit dem Zauberkasten und verwandelte sehr zum Erstaunen seiner Eltern und Schwestern augenscheinlich simple Tücher in Eier aus Plastik. Schon damals gefiel es ihm auch, wie verblüfft sein Publikum auf die Tricks reagierte und ihn mit Applaus belohnte.

Inzwischen ist Dominik Fontes 15 Jahre alt. In Brühl besucht er das St.-Ursula-Gymnasium. In Sechtem, in seiner Zauberwerkstätte, tüftelt er in seiner Freizeit an seinen Zaubertricks, denn die Freude an der Magie hat er sich bis heute erhalten. Wohl habe er sein Hobby einige Jahre nicht ganz so intensiv betrieben. Schlagartig war die alte Leidenschaft jedoch wieder da, als er vor vier Jahren in einem Jugendferiencamp in den Niederlanden einen Altersgenossen kennen gelernt hat, der ihn und die anderen Jugendlichen mit Zaubertricks faszinierte.

"Er hat mir dann sogar einige seiner Tricks verraten und beigebracht", erinnert sich Dominik Fontes noch ziemlich genau. Fortan wurden Zauberbücher und -fibeln zu seinen Lieblingslektüren, in denen er abends aber auch tagsüber nach der Schule schmökerte. Auch im Internet surfte er nach Neuigkeiten aus dem Reich der Zauberei. Und mit dem stetig wachsenden Wissen rund um die Magie arbeitete er auch an seiner Fingerfertigkeit.

Seine Spezialgebiete sind heute Karten- und Münztricks. So kann er Karten, aber auch bares Geld verwandeln, verschwinden und sogar erscheinen lassen. "Aber fertig ist man nie, natürlich arbeite ich auch weiterhin daran, die Tricks noch besser, noch vielseitiger und überzeugender darzustellen", sagt er.

Dabei steht der junge Mann bereits heute auf vielen Bühnen bei Kindergeburtstagen, Jubiläen, Firmenveranstaltungen und Festen. Sehr gerne bindet er inzwischen sein Publikum in seine "Trickshow" ein. Hinter den Ohren der Zuschauer zaubert er 20-Euro-Scheine hervor oder verwandelt mal eben so ganz nebenbei mittels geheimnisvollen Zaubersprüchen und magischen Gesten mit seinem Zauberstab einen Fünf-Euro-Schein in eine 100-Euro-Banknote.

"Der Zauberei will ich auf jeden Fall treu bleiben", sagt er und erzählt dann von seinem Fernziel, sein Programm durch Schwebeeffekte weiter auszubauen. "Irgendwann möchte ich als schwebender Zauberer einfach so auf die Bühne schweben", sagt er. Auch könnte er sich vorstellen, Personen aus dem Publikum schweben zu lassen.

Doch erst mal will er ganz ohne magische Kräfte und ohne die Unterstützung geheimnisvoller Zauberformeln sein Abitur schaffen. "Außerdem gibt noch so viele Ideen, die ich in meinem Spezialgebiet, den Karten- und Münztricks, lernen kann", sagt er.

Seine Zauberbücher kauft er jedoch längst nicht mehr in normalen Geschäften. So wie die großen Magier des 21. Jahrhunderts darf auch er längst in Fachgeschäften einkaufen, zu denen nur anerkannte Zauberer Zutritt haben. Denn vor zwei Jahren hat der "Zauberlehrling" aus Sechtem die Prüfungen für den Beitritt zum Magischen Zirkel von Deutschland geschafft. Auch Siegfried und Roy sind Mitglied in diesem Kreis.

Damals legte er eine theoretische und praktische Prüfung ab. Auch eine eigene 15-minütige Show musste er vor der Jury vorführen. Seile hat er damals zerschnitten und genau so schnell wieder zusammen gezaubert. "Aber richtig zaubern, nein, das ist nicht möglich", lächelt er und ergänzt: "Auch Zaubern ist nur Illusion, aber perfekt ausgeübt."

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